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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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einzelne Ereignisse beachte und leite, und daß alle so ansseinem bestimmten Rathschluß hervorgehen, daß nichts vonvhngefähr geschehe.

5) Wenn wir zugeben wollten, der Anfang der Bewe-gung sey bei Gott, aber darnach geschehe alles von selbstoder durch Zufall, je nachdem die Natur es treibt, so wer-den die Wechsel der Tage und Nächte, des Sommers undWinters Gottes Werk seyn, insofern er denselben nach ih-rer Art ein bestimmtes Gesetz verordnet hat; nämlich, wennsie im gleichmäßigen Gange immer dieselbe Weise halten,und Tage den Tagen folgen, Monate den Monaten, Jah-re den Jahren. Wenn aber nun unmäßige Hitze mit Dür-re verbunden die Früchte versengt, nun unzeitigc Regendie Saaten verderben, Schlossen und Stürme plötzliche Ver-heerungen anrichten; so wird das nicht Gottes Werk seyn,als nur etwa, insofern aus dem Stand der Gestirne oderandern natürlichen Ursachen Nebel oder heitere Witterung,oder Kälte und Hitze entstehen. Und so könnte von väter-lichen Segnungen oder Gerichten Gottes nicht ferner dieRede seyn. Wenn sie sagen, Gott erweise dadurch genug-sam dem menschlichen Geschlecht seine Güte, daß er demHimmel und der Erde ihre gewöhnliche Kraft gebe, wo-durch sie Nahrungsmittel hervorbringen, so ist dieses einleerer und eitler Wahn, und die Fruchtbarkeit eines Jah-res wäre nicht ein besonderer Segen Gottes, Mangel undHungersnoth kein Unsegen und Strafe. Aber weil es zuweitläufig seyn würde, alle Gründe anzuführen, möge dieAuthorität Gottes selbst uns genügen. In dem Gesetz undden Propheten sagt er oft, wenn er mit Thau und Regendie Erde befeuchtet, bezeuge er seine Gnade, der Himmelwerde eisern auf sein Gebot, die Saaten würden durchBrand und andere Seuchen verderbt, wenn die Aecker durchSchlossen und Stürme verheert werden, so sey solches Zei-chen seines Gerichts. Wenn wir dieß annehmen, so falltkein Tropfen Regen ohne seinen Willen und Befehl. Da-vid preiset zwar die allgemeine Vorsehung Gottes, daß er