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lasse das Untere seinem Schicksal. Gegen solche handgreiflicheTollheit reden genugsam auch die stummen Kreaturen.—Jetzt ist mein Vorsatz, die gemein verbreitete Meinung zuwiderlegen, die, ich weiß nicht welche, blinde und verwor-rene Bewegkraft Gott zuschreibt, aber was die Hauptsacheist, ihm abspricht, nämlich daß er Alles mit unbegreiflicherWeisheit leitet und zu seinem Ziele führt. Solche Mei-nung macht Gott, nur den Worten nach, nicht abex in derThat, zum Regiercr der Welt. Denn was heißt Negierenanders, als so einer Sache vorstehen, daß sie in bestimm-ter Ordnung ihr Ziel erreiche. So verwerfe ich zwar nichtgänzlich, was von der allgemeinen Providcnz gesagt wird;nur möge man mir wiederum zugestehen, daß die Welt nichtblos insofern von Gott regiert werde, als er die einmalvon ihm erschaffene Naturordnung erhält, sondern insoferner für ein jedes seiner Geschöpfe eine besondere Sorgfaltträgt. Zwar bewegen sich alle einzelne Gattungen durchgeheimen Naturtrieb so, als ob sie dem ewigen AusspruchGottes gehorchten, und was einmal von ihm beschlossenworden, von selbst sich bildete. Und dahin kann man deu-ten, wenn Christus sagt, daß er und der Vater immerdarwirken von Anfang her, und wenn Paulus lehrt, daßwir in ihm leben, weben und sind, wie auch der Verfasserdes Briefes an die Hebräer, zum Erweise der GottheitChristi sagt, daß er mit seinem allmächtigen Worte allestrage. Aber vergeblich suchen sie mit diesem Scheingrundedie specielle Vorsehung zu verhüllen und zu verdunkeln,welche durch so gewisse und klare Zeugnisse der Schrift er-wiesen wird, daß man sich wundern muß, wie jemand da-ran hat zweifeln können. Und auch sie, diese Verdunklcrselbst, fühlen sich gezwungen, an Widerlegung statt, hinzu-zusetzen, manches geschehe unter besonderer Fügung Gottes,nur beschränken sie dieses mit Unrecht blos auf besondereFälle. Darum wollen wir beweisen, daß Gott also jede
1) Apstg. 17, 2S. 2) Hebr. 1, 3.