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Werkzeuge, denen Gott unaufhörlich so viel Kraft ertheilt,als er will und sie nach feinem Wohlgefallen zu dieser oderjener Wirkung leitet und gebraucht. Kein Geschöpf besitztwunderbarere und auffallendere Kraft, als die Sonne. Denn,außer daß sie den ganzen Erdkreis mit ihrem Glänze erhellet,wie groß ist das, daß sie alle lebende Wesen mit ihre Warmeheget und belebt? mit ihren Strahlen die Erde befruchtet?nachdem sie den Samen in ihrem Schooß erwärmt, das Grünhervorlockt, welches sie mit neuer Nahrung stärket und kräf-tigt, bis es zu Halmen sich erhebt? daß sie es mit stetem Thauernährt, bis es zur Blüthe und nach der Blüthe zur Fruchtemporwächst ? daß sie nun auch diese kochend zeitigt und reift? daßebenso Bäume und Wcinstöcke von ihr erwärmt zuerst knospen undsich belauben, dann blühen und aus der Blüthe die Frucht erzeu-gen? Aber der Herr, zum Zeugniß, daß ihm allein in allem diesenDingen die Ehre gebühre, wollte ^), daß eher das Licht entstehenund die Erde mit allen Arten von Kräutern und Früchten erfülltseyn sollte, bevor er die Sonne erschuf. Nicht also die Sonne wirdder Fromme zur Haupt- oder zur nothwendigen Ursache dessen ma-che», was vor Erschaffung der Sonne dawar, sondern nurzuci-ncmWcrkzcugc, dessen sich Gott bedient, weil er es also will, daer es, ohne sie, durch sich selbst eben so leicht vermag. Fernerwenn wir lesen, daß die Sonne zwei Tage still gestanden aufJosua Gebet, und ihr Schatten zu Gunsten des Königs His-kia zehn Stufen zurückgegangen sey^), so hat Gott durch die-se wenigen Wunder bezeugt, daß die Sonne nicht täglich nachblindem Naturtrieb auf- und untergehe, sondern daß er, umuns das Andenken feiner väterlichen Güte zu erneuern, ihrenLauf leitet. Nichts ist natürlicher, als daß der Frühling demWinter, dem Frühling der Sommer, dem Sommer der Win-ter fo'gc. Dennoch sehen wir in dieser Ordnung eine solcheUngleichheit und Verschiedenheit, daß leicht erhellet, wie dieeinzelnen Jahre, Monate und Tage von der erneuten undspeciellen Vorsehung Gottes regiert werden.
1) 1. Mos. 1, 3. Und 11. 2) Jss. 10, 13. 2 Kön. 20, 11.