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höchstens in der Vollbringung dieses Werks die Weisheit, Machtund Güte des Schöpfers, welche von selbst auch dem nichtwollenden sich aufdringen, in der Erhaltung und Regierungdesselben aber nur eine allgemeine Krafi, wovon die BewegungabHange. So glaubt er, daß zum Bestehen aller Geschöpfe diedenselben von Gott anfangs mitgetheilte Lebenskraft hinreiche.Aber der Glaube muß tiefer dringen, indem er nämlich den, wel-chen er den Schöpfer aller Dinge nennt, sogleich auch als denbeständigen Negiercr und Erhalter erkennet, und zwar nichtals einen solchen, der durch eine Art allgemeiner Bewegkraftdie Weltmaschine und deren Theile in Thätigkeit erhalte, son-dern mit besonderer Vorsicht jedes seiner Geschöpfe, bis zudem geringsten Sperlinge, erhält, verpflegt und ernährt.')So, wenn David in der Kürze Gott als den Schöpfer derWelt verkündet hat, kommt er alsbald auf den fortmährendenGang seiner Vorsehung: »Die Himmel sind durch dasWort des Herrn gemacht und all ihr Heer durchden Geist seines Mundes.«") Dann fährt er fort:Der Herr schauet vom Himmel und siehet allerMenschen Kinder»') — und was er in demselben Sinnehinzufügt. Denn weil es, obwohl nicht alle so kunstgerechturtheilen, nicht glaublich seyn würde, daß Gott sich um diemenschlichen Dinge bekümmere, wenn er nicht der Welt Schö-pfer wäre, und Niemand Gott im Ernst als den Weltschö-pfer erkennen kann ohne überzeugt zu seyn, daß er für seineGeschöpfe sorge; so führt uns David mit Recht und in besterOrdnung von dem einen auf das andere. Im Allgemeinenlehren auch die Philosophen und die Menschen nehmen an,daß durch geheimen Einfluß Gottes alle Theile der Welt be-stehen. Indeß dahin gelangen sie nicht, wohin David sich undalle Fromme mit sich erhebt, wenn er spricht"): »Alle war-ten auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seinerZeit; wennn du ihnen giebst, so sammeln sie,
1) Matth. 6, 26. und K. 10, 29. 2) Ps. 33, 6. 3) Ebend. v. 13.4) Ps. 103, 27 — 30.