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zog, nicht zu entschuldigen; nichts aber konnte Gott nothigen,ihm einen andern, als einen mittlern, nud selbst gebrechlichenWillen zn geben, um seinen Fall zum Grund seiner Verherr-lichung zu machen.
'Kapitel XVI.
Gott versorgt und erhält durch seine Kraft die von ihm erschaffene Welt,und regiert alle ihre Theile mit seiner Vorsehung.
Gott zum momentanen Schöpfer machen, der ein für al-le mal sein Werk vollendet habe, würde ein kaltes gehaltlosesBeginnen seyn, und müssen wir uns vor allen von den Welt-mcnschcn darin unterscheiden, daß uns nicht minder in demfortdauernden Bestehen der Welt, als in ihrer ersten Erschaf-fung , die Gegenwart göttlicher Allmacht einleuchte. Denn ob-wohl auch die Seelen der Ungläubigen durch den bloßen An-blick der Erde und des Himmels zu dem Schöpfer sich zn er-heben gezwungen werden, so hat doch der Glaube seine eigen-thümliche Weise, in welcher er das ungetheilte Lob der Schö-pfung Gott darbringt. Dahin gebort der schon angeführteAussprnch des Apostels'), wonach wir nur durch den Glau-ben merken, daß die Welt durch Gottes Wort fertig gewor-den sey; denn, so lange wir nicht zur Vorsehung über gehen,fassen wir noch nicht auf die rechte Weise, was es heiße, Gottsey Schöpfer, mögen wir auch mit dem Verstände es zu be-greisen und mit der Zunge zn bekennen scheinen. Der Sinndes Fleisches bleibt bei der Kraft Gottes in der Erschaffungselbst, wenn er sich solche einmal zum Augenmerk gemacht hat,stehen, und wenn er sehr weit geht, erkennt und betrachtet er
1) Hebr. tt, z.