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der Ausspruch: »Ziehet den neuen Menschen an, der nachGott erschaffen ist.« Jetzt laßt nus sehen, was Panlns vor-züglich unter dieser Erneuerung verstehe. Zuerst redet er vonErkenntniß, darnach von vollkommener Gerechtigkeit und Hei-ligkeit. Däraus folgern wir, daß das Ebenbild Gottes an-fangs in dem Licht der Seele, in Rcchtschaffcnbcit des Her-zens und in der Gesundheit aller Theile sichtbar gewesen sev.Denn obwohl ich hier in der Ncdcsorm die Synekdoche zuge-stehe, kann doch der Grundsatz nicht aufgehoben M-rdcn, daßdasjenige, was in der Erneuerung des göttlichen Ebenbildesdie Hauptsache ist, auch in der Schöpfung das höchste gewe-sen sey. Dahin gehört auch sein anderer Ausspruch'), nachwelchem wir, mit aufgedecktem Angesicht die Klarheit Christischauend, in sein Bilduiß sollen verklärt werden. Wir sehendaraus, wie Christus das vollkommenste Ebenbild Gottes ist,nach welchem wir also sollen erneuet und hergestellt werden,daß wir in wahrer Frömmigkeit, Gerechtigkeit, Reinheit, Er-kenntniß das Ebenbild Gottes an uns tragen. — Wenn aberbei dem Apostel-) der Mann allein Gottes Bild und Ehregenannt, und das Weib von dieser Ehrcnstuse aus geschlossenwird, so muß, wie aus dem Zusammenhang erhellt, solchesauf die politische Ordnung beschrankt werden. Wie nun nu-tcr dem Bilde, wovon die Rede ist, alles begriffen sey, wassich ans das geistige und ewige Leben bezieht, glaube ich satt-sam erwiesen zu Haben. Eben dasselbe bestätigt Johannes mitandern Worten'), wenn er bezeugt, daß das Leben, welchesvon Ansang in dem ewigen Worte Gottes war, das Lichtder Menschen gewesen sey. Denn da sein Zweck ist, die be-sondere Gnade Gottes, womit er den Menschen den andernGeschöpfen vorgezogen hat, zu preisen, so daß er ibn von,dergemeinsamen Anzahl ausscheidet, weil er nicht blos das Le-ben, sondern mit demselben das Licht der Erkenntniß empfan-gen hat, zeigt er zugleich, wie er nach dem Ebcubildc Gotteserschaffen sey. Wenn also Gottes Ebenbild in der nubeflcck-
1) 2 Kor, Z, 18. 2) 1 Kor. 11, 7. I) J°h. 1, 4.