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den Theilen der Welt Spuren der Herrlichkeit Gottes sichtbar sind,so darf man annehmen, daß, wenn dem Menschen sein Eben-bild beigelegt wird, hier ein stillschweigender Gegensatz zuGrunde liege, welcher den Menschen über alle andere Geschö-pfe erhebt und gleichsam trennt von dem großen Haufen. Zwarist nicht zn leugnen, daß auch die Engel nach dem Bilde Got-tes geschaffen sind, indem ja unsere höchste Vollendung, nach tEbristi Zeugniß'), darin bestehen wird, daß wir ihnen ähn-lich werden. Aber nicht umsonst preiset Moses in dieser ei-genthümlichen Auszeichnung Gottes Gnade gegen nnS, beson-ders , da er nur die sichtbaren Kreaturen dein Menschen vergleicht.
ll. Jedoch so lange nicht deutlicher erhellet, welches dieAnlagen sind, wodurch der Mensch sich auszeichnet und alsxin Spiegel der Herrlichkeit Gottes erkannt wird, scheint derBegriff des Ebenbildes noch nicht vollständig gegeben zu seyn.Dies kann aber am besten aus der Wiederherstellung der ver-derbten Ratur erkannt werden. Es ist keinem Zweifel unter-worfen, daß Adam, da er fiel, durch seinen Abfall von Gottentfremdet worden! Wenn wir nun auch zugeben, daß dasEbenbild nicht gänzlich in ihm erloschen und vertilgt worden,so war es doch so verderbt, daß nichts übrig blieb als einehäßliche Entstellung. Also beginnt die Wiedererlangung un-sers Heils mit der Wiederherstellung, die wir durch Christumempfangen, welcher auch deßhalb der zweite Adam genanntwird, weil er uns zur wahren und vollkommenen Unschuldherstellt. Denn obgleich Paulus, indem er den lcbcndigma-chenden Geist, der von Christo den Gläubigen geschenkt wird,der lebendigen Seele, mit welcher Adain erschaffen ward, ent-gegensetzt, ein reichlicheres Maaß der Gnade in der Wieder-geburt verheißet; so hebet er doch damit den zweiten Haupt-punct nicht auf, daß der Zweck der Wiedergeburt darin beste-he, daß Christus uns herstellet nach dem Ebcnbilde Gottes.So lehrt er anderswo, daß der neue Mensch erneuert werdenach dem Bilde dessen, der ihn erschaffen hat. Dem entspricht
t) Matth. 22, 30.