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daß die Hirten wachen und Rechenschaft geben müßten für un-sere Seelen. — Dahin gehört, wenn Paulus Gott zum Zeu-gen auf feine Seele anruft'), welche vor Gott nicht schuldigseyn könnte,' wenn sie der Strafe nicht fähig wäre. Diesesdrückt Christus noch deutlicher aus^), wenn er denjenigenfürchten heißet, der, nachdem er den Leib gctödtet, auch dieSeele verderben kann in die Hölle. Und wenn der Brief andie Hebräer die Väter nach dem Fleuch von Gott unterschei-det^), der der einzige Vater der Geister ist, so konnte ernicht deutlicher das eigene Wesen der Seelen versichern. Fer-ner , wenn nick't die aus dem Kerker des Leibes befreiten See-len lebend verblieben"), so würde Christus sinnlos die Seeledes Lazarus in dem Schooße Abrahams sich freuend, und wie-derum die Seele des reichen Mannes von Qualen gefoltert,dargestellt haben. Dies bestätigt auch Paulus, wenn er lehrt'),daß wir fern von Gott wallen, so lange wir im Leibe woh-nen , aber außer dem Fleische seiner Gegenwart genießen. Umin einer in sich klaren Sache nicht weitläuftig zu werden, be-merke ich nur noch aus Lukas ^), wie es zu den Irrthümernder Sadducäer gehörte, daß sie an das Daseyn der Geisterund Engel nicht glaubten.
Z. Auch darin, daß von dem Menschen, gesagt wird ^), ersey nach dem Ebenbilde Gottes erschaffen, liegt ein kräftigerBeweis dieser Wahrheit. Denn obwohl auch an dein äußernMenschen die Herrlichkeit Gottes sich offenbaret, so ist dochohne Zweifel die Seele der eigentliche Sitz seines Bildes. Ichleugne zwar nicht, daß die äußere Gestalt, sofern sie uns vonden vernunftlofen Thieren unterscheidet, und absondert, umso mehr uns Gott verbindet, und ich will nicht dagegen strei-ten, so jemand zum Ebenbilde Gottes rechnen will, daß, wäh-rend die Thiere mit gesenktem Haupt zur Erde blicken:
1) 2 Kor. 1, 23. 2) Matth. 1Y, 28. Luk. 12, 5. 3) Hebr. 12, 9.4) Luk. 16, 12. ö) 2 Kor. 5, 6. 8. 6) Apstg. 23, 8. 7) 1 Mos.1, 27.