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wie die unaussprechliche Weisheit, Macht, Gerechtigkeit undGüte Gottes au dem Bau der Welt hervorleuchte, so würdekein Schmuck der Rede solcher Größe entsprechen. Und ohneZweifel ist es Gottes Wille, daß wir ohne Unterlaß dieserBetrachtung uns weihen, den Reichthum seiner Weisheit, Ge-rechtigkeit, Güte und Allmacht in allen Geschöpfen, wie in ei-nem Spiegel beschauen, und nicht mit flüchtigem Blick durch-laufen, sondern mit ernstem Nachdenken dabei verweilen undimmer von neuem dahin zurückkehren sollen. Aber weil jetzt Un-terweisung unser Zweck ist, übergehen wir billig, was der Re-dekunst angehört. Also, um es kurz zu fassen, mögen die Le-ser wissen, daß sie dann in wahrem Glauben erkannt haben,was es heiße, Gott sey Schöpfer Himmels und der Erde,wenn sie erstens jener allgemeinen Regel folgen, daß sie dieVollkommenheiten, welche Gott sichtlich in seinen Geschöpfenoffenbart hat, nicht mit undankbarer Vergessenheit und Ge-dankenlosigkeit übergehen, darnach sie so auf sich anzuwendenlernen, daß sie im Innersten davon ergriffen werden. EinBeispiel der ersten Art ist, wenn wir bedenken, mit welcherKraft und Weisheit jene Sternen - Menge am Himmel geordnetist, also daß kein erhabeneres Schauspiel erdacht werden kann,wie einige fest und unbeweglich auf ibren Standorten verblei-ben, anderen eine freiere Bahn verstattet ist, jedoch so, daß siein ihren Wanderungen nicht ihren Raum überschreiten; wiealler Bewegung so geleitet wird, daß sie Tage und Nachte,Monate, Jahre und Jahreszeiten abmessen, und wie auch dieUngleichheit der Tage, die wir taglich erfahren, so geordnetist, daß nicht die mindeste Verwirrung daraus entsteht. Eben-so, wenn wir aus die Allmacht merken, die solche Masse tragt,und die so schnellen Umwälzungen der himmlischen Maschineregiert, und dergleichen mehr. Denn diese wenigen Erempelzeigen genugmin, was es heiße, Gottes Vollkommenheiten inder Schöpfung der Welt erkennen. Uebrigens wenn wir, wiegesagt, das Ganze darstellen wollten, würde kein Aufhörenseyn, da der Wunder göttlicher Allmacht, der Zeichen seinerGüte, der Erweise seiner Weisheit so viele sind, als es Ar-