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gen zu lassen, was uns in der Kürze von dem Wesen derTeufel offenbaret ist, daß sie anfangs zu Engeln Gottes er-schaffen, aber durch Entartung verderbt, und Andern Werk-zeuge des Verderbens geworden sind. Dieses, weil es nützlichzu wissen, lehren deutlich Petrus und Judas^): »Der En-gel, sagen sie, welche gesündigt und i hren Ursprungnicht bebaust tet, sondern ihre Behausung verlas-sen haben, hat Gott nicht geschont.« Und wenn Pau-lus von anserwählten Engeln redet"), setzt er ihnen ohneZweifel die Verworfenen stillschweigend entgegen.
17. In Hinsicht des Widerstandes und Kampfes gegenGott, welchen wir dem Satan zuschreiben, nehmen wir alsgewiß an, daß er ohne Gottes Willen und Zulassung nichtsvermöge. So lesen wir in der Geschichte Hiobs^), daß ersich vor Gott stelle, um dessen Befehle zu empfangen, unddaß er ohne erhaltene Erlaubniß nicht zur Vollführung einesWerkes zu schreiten wage. Und als Ahab betrogen wer-den sollte 4), übernimmt er, ein falscher Geist zu seyn in al-ler Propheten Munde, und vollführt es, vom Herrn beauf-tragt. Auf diese Weise wird auch der Geist des Herrn einböser genannt, der den Saul quälte'), weil durch ihn, alseine Geißel, die Sünden des gottlosen Königs gestraft wur-den. Und anderswo steht geschrieben ^), daß Gott den Aegyp-tcrn ihre Plagen durch böse Engel verhängt habe. Nach diese»besonderen Beispielen bezeugt Panlns im Allgemeinen^), die Ver-blendung der Ungläubigen sey ein Werk Gottes, da er es vorhereine Wirkung des Satans genannt hatte. Also erhellet, daßder Satan unter Gottes Gewalt steht, und von seinem Win-ke regiert, ihm Gehorsam leisten muß. Wenn wir ferner sa-gen, Satan widerstehe Gott, und seine Werke streiten mitGottes Werken, so behaupten wir Zugleich, daß auch dieserWiderstand und Streit von Gottes Zulassung abhänge. Von
s) 2. Pct, 2, 4. Jud. 6. 2) 1- Tim. ü, 21. 3) Hiob. 1, 6- u. 2, 1.4) 1. Kön. 22, 20. 5) 1. Sam. 16, 14. u. 13, 10. 6) Ps-78,49.7) 2, Thess. 2, 9- 11.