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Natur verderbt, böse und boshaft ist. Denn in solche»! Sinn,der nur auf Vernichtung der Ehre Gottes und des Heilsder Menschen bedacht ist, muß nothwendig die größte Ver-derbtheit seyn. Hierauf deutet auch Johannes in seine»! Brie-fe'), wenn er schreibt, daß er von Anfang sündige; er be-zeichnet ihn dadurch als den Urheber, Herzog und Baunieisteraller Bosheit und Verkehrtheit.
16. Da aber der Teufel von Gott erschaffen ist, so ha-ben wir zu bedenken, daß die Boshaftigkcit seiner Natur nichtdurch die Erschaffung, sondern durch Verderbniß entstandensey. Denn, was er Verdammliches an sich hat, hat er durchAbfall und Empörung sich zugezogen. Dies lehrt uns dieSchrift, damit wir nicht, meinend er sey also durch Gotthervorgegangen, Gott selbst zuschreiben, was durchaus vonihm entfernt ist. Aus diesem Grunde sagt Christus, der Sa-tan rede aus seinem Eigenen, wenn er Lügen redet, und setztdie Ursache hinzu, weil er nicht bestanden ist in der Wahr-heit.') Wenn Christus sagt, er sey nicht in der Wahrheitbestanden, so deutet er dadurch an, daß er znvor darinn ge-wesen, und wenn er ihn zum Vater der Lügen macht, so be-nimmt er ihm, diese Verdcrbtheit, die er sich selber verursach-te, Gott zuzuschreiben. Obwohl kurz und minder dcntlichreicht doch dieser Ausspruch vollkommen hin, Gottes Herrlich-keit gegen jeglichen Vorwurf zu sichern. Und was liegt unsdaran, mchrcrcs oder zu andern Zwecken von den Teufeln zuwiscn? Einige murren, daß die Schrift seinen Fall, dessenUrsache, Zeit, Art und Weise nicht an mehreren Stellen ent-wickele. Aber weil solches uns nicht angehet, war es besser,es wo nicht ganz zu verschweigen, doch nur leicht zu berüh-ren, weil es des heiligen Geistes unwürdig seyn würde, mitunnützen Geschichten unsere Neugicr zu befriedigen; und wirsehen, daß des Herrn Zweck war, in seinen heiligen Offen-barungen uns nichts zu lehren, was nicht zu unserer Erbau-ung gereichen könnte. Also geziemt uns, an dem uns gcnü-
1) 1. Loh. 3, 8. 2) Loh. 8, 44.