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i» ibm bleiben,^ zu ihm uns wenden, in ihm wohnen. Wasin dem Gesichte Jakobs uns beschrieben wird"), muß unsererSeele eingeprägt bleiben, daß die Engel aus die Erde zu denMenschen herab und von den Menschen zum Himmel heraufsteigen ans einer Leiter, auf welcher der Herr der Heerschaa-ren sitzet; wodurch angezeigt wird, daß allein durch die Ver-mittelung Christi der Beistand der Engel zu uns gelange, wieer selbst gesagt: »Ihr werdet den Himmel offen unddie Engel hcrabfahreu sehe» auf des MenschenSohn.« 2) Also ruft Abrahams Knecht, dem Schutze desEngels besohlen, nicht deßhalb ihn an, daß er ihm bcistehe,sondern, jener Verheißung trauend betet er zu dem Herrn undbittet ihn, er möge seine Barmherzigkeit gegen Abraham be-weisen. Denn so wie Gott nicht darin» sie zu Dienern seinerMacht und Gute macht, daß er seine Herrlichkeit mit ihnentheile; so verheißet er auch nicht deßhalb uns seine Hülsedurch ihren Dienst, damit wir unser Vertrauen zwischen ibmund ihnen theilen sollen. Ferne sey demnach jene PlatonischePhilosophie, die da will^), daß wir durch die Engel den Zu-gang zu Gott suchen, und zu dem Ende sie verehren sollen,um uns Gott geneigter zu machen; ein Irrthum, den aber-gläubische und vorwitzige Menschen unserer Religion beizumi-schen von jeher gesucht haben, und noch heutiges Tages da-bei beharren.
43. Was die Schrift von den Teufeln lehrt, zweckt vor-züglich darauf ab, uns zur Hnth und Verwahrung gegen ih-re Tücke und Nachstellungen zu erwecken, und uns mit solchenWaffen zu rüsten , welche stark und fest genug sind, ihnen alsden gefährlichsten Feinden Widerstand zu leisten. Denn wennder Satan der Gott und Fürst dieser Welt genannt'), oderals ein tapferer Krieger^), als Geist, der die Luft beherrscht'),als brüllender Löwe dargestellt wird; so haben die e Beschrei-bungen keinen andern Zweck, als uns vorsichtiger, wach-
4) 1. Mos. 23, 42, 2) Joh. 4, 54. *) Piato Epinomis und KrattM.3) 2. Kor» 4, 4- 4) Loh. 42, 31. Matth. 42, 29. S) Eph. 2, 2-