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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
Entstehung
Seite
147
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Ist?

daß, so lange wir von ihrem Schutz und Schirm umgebensind, welche Gefahr uns auch bedrohen möge, uns kein Uebelanrühren könne. Freilich ist es unrecht von uns, daß wirnach jener einfachen Verheißung von dem Beistande des eini-gen Gottes uns noch umsehen, woher die Hülse uns kommenmöge. Aber da der Herr nach seiner unermeßlichen Gnadeund Freundlichkeit dieser unserer Schwachheit entgegen kommenwill, so müssen wir solche Wohlthat nicht gering achten. EinBeispiel haben wir an dem Diener des Elisa'), welcher, alser den Berg von dem Heere der Syrer umzingelt und keinenAusweg sah, von Schrecken ergriffen wurde, als ob es nunum ihn und seinen Herrn geschehen sey. Da bat ElisaGott, jenem die Augen zu öffnen, und nun sah er sofort denBerg erfüllt von feurigen Rossen und Wagen, nämlich voneiner Menge Engel, welche ihn und den Propheten behütensollten. Durch dieses Gesicht gestärkt faßte er sich und konntenun ruhig auf die Feinde herabsehen, deren Anblick ihn bei-nah getödtet hatte.

12. Laßt uns also, was von dem Dienst der Engel ge-sagt wird, dazu benutzen, daß wir mit Bekämpfung allesMißtrauens unsere Hoffnung desto festem auf Gott setzen. Denndiese Schutzwchr ist uns deßhalb von Gott gegeben, damitwir nicht durch die Menge der Feinde uns schrecken lassen,sondern auf das Wort des Elisa uns verlassen: es seyenmehrere für uns als wider uns. Wie verkehrt ist dem-nach die Behauptung, daß wir durch die Engel von Gottabgeführt werden, die doch eben dazu verordnet sind, unsseine nähere Hülfe zu bezeugen. Sie führen uns aber vonihm ab, wenn sie uns nicht auf geradem Wege dahin leiten,daß wir ihn als den einzigen Helfer erkennen, anrufen undpreisen; wenn wir sie nicht als seine Hände betrachten, wel-che nicht anders, als nach seinem Willen zu irgend einemWerke sich bewegen, wenn sie nicht, bei dem einen MittlerChristus uns festhalten, also daß wir von ihm gänzlich abhängen,

k) 2 Kön, 6, 7°.

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