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mer von denen welche wir jetzt zn bekämpfen haben. Schon Pau-lus hatte einen heftigen Kampf mit denen, welche die Engel sohoch erhoben, daß sie beinah Christum unterordneten. Darumdringt er in dem Briefe an die Kolosses)so ernstlich darauf, daßChristus nicht allein allen Engeln vorgezogen werden müsse, son-dern auch, daß sie selbst alle ihre Gaben von ihm empfangen;also daß wir nicht von ihm uns zu ihnen wenden dürfen, dienicht durch sich selbst bestehen, sondern aus derselben Quelle,wie wir, schöpfen. Freilich sind wir nur zu geneigt, vor ih-nen , da ein Abglanz der Herrlichkeit Gottes sie umstrahlet,uns anbetend niederzuwerfen, und darnach auch ihnen alleszn erweisen, was nur Gott gebührt. Selbst Johannes in seinerOffenbarung gesteht, daß ihm solches wicderfahren, aber er setzthinzu, daß ihm geantwortet worden sey: «Siehe zu, thue esnicht; ich bin dein Mitknecht; bete Gott an.«^)
11. Vor dieser Gefahr werden wir uns sichern, wenn wirerwägen, warum Gott lieber durch sie, als durch sich selbstohne ihr Zuthun seine Macht zu offenbaren, das Heil derGläubigen zu bewirken und seine Gnadengaben ihnen mitzu-theilen pflege. Er thut dieses nicht, als ob er ihrer bedürfte;denn sobald er will, vollbringt er sein Werk ohne sie durchseinen Wink und Willen. Also thut er es unserer Schwach-heit zum Trost, auf daß uns nichts mangle, waS unsere See-len zur Hoffnung erheben, oder in Sicherheit beruhigen mö-ge. Freilich könnte es uns genügen, daß der Herr uns sei-nen Schutz verheißt. Aber da wir von so vielen Gefahrenund Nöthen und so mancherlei Arten von Feinden uns um-zingelt sehen, so möchten wir-wohl leicht nach unserer Schwach-heit und Gebrechlichkeit von Angst und Zagen ergriffen wer-den, oder in Verzweiflung gerathen, wenn uns der Herr nicht,nach unserer Empfänglichkeit, die Gegenwart seiner Gnadevergewisserte. Darum verheißet er uns nicht blos, daß er füruns sorgen wolle, sondern auch, daß er viel Tausend Dienerhabe, die er mit der Sorge für unser Heil beauftragt; und
1) Kol. 1, 16. 20. 2) Off-nb. IS, 10. und 22, s. 9.