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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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cher der einige ist, oder eine mitgetheilte Gottheit nicht cmneues Trugbild wäre.

27. Die Anführung vieler Stellen aus dem Jrenäus, woer behauptet, der Vater Christi sey der einzige und ewigeGott Israels, ist entweder schmähliche Unwissenheit, oder diehöchste Gottlosigkeit. Denn sie hätten bedenken sollen, daßder heilige Mann mit solchen Wahnsinnigen streitet, die daleugneten, der Vater Christi sey derselbe Gott, der ehmalsdurch Moses und die Propheten geredet, sondern ich weißnicht was für ein aus dem Verfall der Welt entsprungenesGespenst. Also ist sein Zweck zu erweisen, daß in der Schriftkein anderer Gott verkündigt werde, als der Vater Christi,nd.ssolglich nicht zu verwundern, wenn er so oft darauf zu-rückkommt, daß kein anderer Gott Israels gewesen sey, alsderjenige, von welchem Christus und die Apostel reden. Sowerden auch wir jetzt, wo einem entgegengesetzten Irrthumezu begcgncn ist, mit Wahrheit sagen, der Gott, welcher eh-mals den Vätern erschienen, sey kein ander gewesen, als Chri-stus. Will jemand einwenden, es sey der Vater gewesen, soantworten wir, daß wir, die wir für die Gottheit des Soh-nes streiten, den Vater keineswegs ausschließen. Wenn dieLeser ans diesen Zweck des Jrenäus merken, so wird allerStreit aufhören. Auch aus dem sechsten Kapitel des drittenBuches wird der Zwist leicht geschlichtet, wo der frommeMann behauptet: wer schlechtweg und unbestimmt in derSchrift Gott genannt wird, sey der einige Gottt; Christuswerde aber schlechtweg Gott genannt. Anderswo lehrt er,daß sowohl der Vater als der Sohn verbunden von den Pro-pheten und Aposteln Gott genannt sey. Darnach bestimmr er,wie Christus, welcher ist Aller Herr, König, Gott und Rich-ter, von dem, der Aller Gott ist, die Gewalt empfangen ha-be: nämlich in Hinsicht seiner Unterwerfung, weil er sicherniedrigt hat bis zum Tode des Kreuzes. Unterdeß behaup-tet er kurz darauf, der Sohn sey der Schöpfer Himmels undder Erde, der durch Mosen das Gesetz gegeben und den Vä-tern erschienen ist. Wenn nun Jemand schwatzt, dem Jrenä-