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dargestellt habe», gegen die Lästerungen der Gottlosen verthei-digen. Jedoch soll unser Hauptbcstrcben dahin gerichtet seyn,daß diejenigen, welche willig dem Worte Gottes ihr offenesOhr darreichen, einen festen Standpunkt haben mögen. Dennhier, wenn irgendwo bei den verborgenen Geheimnissen derSchrift, bedarf es großer Mäßigung und Nüchternheit imPhilosophircn, und der sorgsamsten Vorsicht, daß nicht etwader Gedanke oder die Zunge weiter sich wagen, als die Grän-zen des Wortes Gottes verstatten. Denn wie will der mensch-liche Geist das unermeßliche Wesen Gottes nach feinem Maa-ße bestimmen, er , der nicht einmal mit Gewißheit sagen kann,was für ein Körper die Sonne sey, die er doch taglich vorAugen sieht? Ja, wie will er ans eigener Kraft bis zur Er-forschung des Wesens Gottes gelangen, da er nicht einmalsein eigenes durchschauet! Daher überlassen wir gerne Gottdie Erkenntniß seiner selbst. »Denn nur Er selbst, wie Hila-rins sagt, ist sich ein würdiger Zeuge, der allein von sichselbst erkannt wird.« Das werden wir aber alsdann thun,wenn wir ihn so in uns aufnehmen, wie er sich uns offenba-ret hat, und nirgend anders als in seinem Worte nach ihmforschen. Es giebt über diesen Gegenstand fünf Homilicn desChrysostomus gegen die Anomöer, wodurch jedoch die Sophi-sten in ihrer Keckheit nicht haben zur Zügelung ihrer Sebwatz-haftigkeit gezähmt werden können. Denn sie haben sich umnichts bescheidener betragen, als sie überall pflegen. Wir abersollen uns durch die heillosen Folgen solckcr Vcrmcssenhcit war-nen lassen, lieber mit Lernbegier, als mit scharfer Forschungsolche Untersuchung zu wagen, und uns nicht einbilden, ir-gendwo anders außer seinem heiligen Worte Gott erkennen,oder über ihn ohne Leitung seines Wortes denken und redenzu wollen. Wenn die in der Einen Gottheit seyende Unter-scheidung des Vaters, Sohnes und Geistes, als schwer zu be-greifen, manchen Gemüthern mehr Verwirrung und Beschwer-de , als. Nutzen bringt, so mögen sie bedenken, daß der mensch-liche Geist sich in ein Labyrinth begiebt, sobald er seinem Vor-witz sich überläßt, und sy lasse er sich von himmlischen Aus-