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war also zuvor in des Vatcrs Schooß und hatte seine Herr-lichkeit bei dem Vater. Die Unterscheidung des heil. Geistesvon dem Vater deutet Christus an, wenn er sagt, er geheaus vom Vater'); von sich selbst unterscheidet er ihn, wenner ihn einen Andern nennt; wie wenn er sagt, er wolle ei-nen andern Tröster senden.-)
18. Indeß weiß ich nicht, ob es nützlich sey, Aehnlichkci- !ten von menschlichen Dingen zu entlehnen, um die Art undWeise dieser Unterscheidung dadurch zu bezeichnen. Zwar pfle-gen zuweilen die Alten dieß zu thun; jedoch gestchen sie zu-gleich, es sey ein großer Unterschied zwischen dem Wesen unddem Bilde. Deßhalb fürchte ich hier jede Vermcssenheit, da-mit nicht irgend ein unziemlicher Ausdruck den Bösen zur Lä-sterung, den Schwachen zum Irrthum Veranlassung gebe.Doch dürfen wir die in der Schrift bezeichnete Unterscheidungs-wcise nicht verschweigen. Sie besteht darin, daß dem Vaterder Anfang des Wirkens, und der Ursprung und die Quellealler Dinge beigelegt wird; dem Sohn die Weisheit, der Rathund die Leitung in den zu wirkenden Dingen; und dem Geist >die Kraft und Wirksamkeit der Handlung. Ferner, obwohldie Ewigkeit des Vatcrs ist, auch des Sohnes und des Gei-stes, weil Gott niemals ohne seine Weisheit und Kraft seynkonnte, in der Ewigkeit aber kein Vorher und Nachher stattfinden kann; so ist es doch keine leere und übcrflüßige Ord-uungsfolge, wenn zuerst der Vater genannt wird, dann ansihm der Sohn, darnach ans beiden der Geist. Denn einesjeden Seele neiget sich von selbst dahin, erstlich Gott zu den-ken, dann die aus ihm hervorgehende Weisheit, zuletzt dieKraft, wodurch er seine Nathschlüsse ausführt. Deßhalb heißtes, der Sohn sey nur von dem Vater, der Geist von demVater und Sohn zugleich. So an vielen Stellen, doch nir-gend deutlicher, als am achten des Römerbriefes, wo dersel-be Geist bald Christi, bald dessen, der Christum von den Tod-ten erweckt hat, genannt wird. Mit Recht; denn auch Pe-
ll Joh. 14, 6. K. 15, 26. S) Joh. 14, 16.