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Gute. Denn es ist Ein Geist, von welchem alle Gaben kom-men. Besonders merkwürdig ist der Ansspruch Pauli: «Ob--schon mancherlei Gaben sind, und mancherlei de-ren Austbcilnng, so sey doch nur Ein Geist;«^)wo er ihn also nicht blos als Anfang und Quelle, sondernauch als Urheber darstellt, welches er kurz darauf noch deut-licher mit den Worten ausdrückt: »Dies alles wirketderselbe einige Geist, und theilet einem jeglichenseines zu, wie er will.« Wenn er nicht ein in Gott be-stehendes wäre, so würde ihm keinesweges Wille und Wahlzugeschrieben werden. Aufs klarste also schreibet Paulus demGeiste gottliche Macht zu und lehret, daß er persönlich inGott wohne.
15. Auch bedient sich die Schrift, wenn sie von ihm re-det, des Namens Gott. Panlus schließet, daß wir GottesTempel seyen, daraus, weil sein Geist in uns wohnet.-)Solches ist wohl zu beachten; indem, da Gotr so oft verheißt,er wolle sich uns zum Tempel erwählen, dieses nicht anderserfüllt wird, als dadurch, daß sein Geist in uns wohnet.Fürwahr, wie Augustinus vortrefflich sagt, »wenn uns be-fohlen würde, aus Holz und Steinen dem Geiste einen Tem-pel zu bauen, so wäre dies, weil Gott allein die Verehrunggebührt, ein deutliches Zeugniß seiner Gottheit; wie vieldeutlicher aber ist dieses, daß wir nicht ihm einen Tempelbauen, sondern selbst es seyn sollen?« Und der Apostel nen-net uns, als gleichbedeutend bald Tempel Gottes, bald Tem-pel des heiligen Geistes. Indem Petrus dem Ananias vor-wirft, daß er dem heiligen Geist gelogen, sagt er sogleich da-rauf, er habe nicht Menschen, sondern Gotr gelogen. Undwd Jcsaias den Herrn der Hccrschaarcn redend einführt^),sagt Paulus, der heilige Geist sey es, der da rede/) Ebenso,wo die Propheten hin und wieder ihre Aussprücl.-e dem Gottder Hecrschaaren zuschreiben, nennen Jesus und die Apostel
1) 1. Kor. 12, 11. f. 2) 1. Kor. 3, 7. K. 6, 19. u. 2. Kor. e, 1«.3) Apstg. 5, 34. 4) Jes. 6, 9. 5) Apstg. 23, 25.