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(Subsistenz) verstehen wir etwas anderes, als Wesen. Dennwenn das Wort (der Logos) schlechtweg Gott wäre, ohneEigenthümlichkeit, so würde Johannes mit Unrecht gesagt ha-ben, es sey immer bei Gott gewesen.^) Wenn er sogleichhinzusetzt, Gott sey auch selbst das Wort gewesen, so führter uns auf das einige Wesen zurück. Aber weil es bei Gottnicht seyn konnte ohne in dem Vater zu wohnen, so gehetdaraus hervor jenes Bestehen (Subsistenz), welches, obwohldurch ein uüanslöslkches Band mit dem Wesen verbunden undvon demselben unzertrennlich, doch sein besonderes Merkmalhat, wodurch es sich von demselben unterscheidet. Also be-haupte ich, daß von den drei Subsistcnzen jede in Beziehungauf die andern, durch Eigenheit sich unterscheide. Diese Be-ziehung wird deutlich angegeben, indem, wenn schlechtweg undunbestimmter Weise Gott genannt wird, diese Benennung so-wohl den Sohn und Geist, als den Vater umfaßt. Sobaldaber Vater und Sohn zusammengestellt werden, unterscheidetjeden seine Eigenheit von dem andern. Drittens behaupte ich,daß alles was den Einzelnen eigen ist, unmittheilbar sey,weil dem Sohne nicht zukommen oder beigelegt werden kann,was als Unterscheidungsmerkmal dem Vater zugchöret. Auchmißfallt mir Tcrtullians Bestimmung nicht, wenn sie nurrecht verstanden wird: »Es sey in Gott eine gewisse Ordnungoder Oekonomie (äisposicionein vel oecononaiani), welche inder Einheit des Wesens nichts andere«
7. Bevor wir jedoch weiter gehen, muß die Gottheit desSohnes und h. Geistes erwiesen werden, dann wollen wir se-hen, wie sie untereinander verschieden sind. Wenn in derSchrift dos Wortes Gottes erwähnt wird, so wäre es dochhöchst widersinnig, uns dabei nur eine flüchtige hinschwindendeStimme zu denken, welche von Gott ausgegangen in die Luftsich verliere, von welcher Art die den Vätern gegebenen Weis-sagungen und alle Prophezeiungen waren: da vielmehr die ste-tige bei Gott wohnende Weisheit dadurch angedeutet wird,
l) Zoh. 1, -1.
Calvins Znst. 1r. Bd.
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