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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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in dem Einen Gott, oder (was dasselbe war) in der EinheitGottes bestehe eine Dreieinheit der Personen.

5. Wenn also die Benennungen nicht ohne Vorbedachterfunden sind, so müssen wir uns hüten, durch Verwerfungderselben uns eines thorigten Stolzes verdächtig zn machen.Möchten sie begraben seyn und nur bei Allen der Glaubenbestehen, Vater, Sohn und Geist seyen der eine Gott, abernicht der Sohn sey der Vater oder der Geist der Sohn, son-dern durch gewisse Eigenheit unterschieden. Fürwahr, so her-be bin ich nicht, daß ich um nackter Wörtlein willen Streitwünschen sollte. Und ich erkenne wolff, wie die Alten, mitwelcher Ehrfurcht sie auch sonst von diesen Dingen reden,doch nicht überall untereinander, und einzeln mit sich selbstübereinstimmen. Wie entschuldigt Hilarius die von den Con-cilien gebrauchten Rcdeformeln? Wie weit gehet zuweilen Au-gnstinus in seiner Freiheit? Wie entfernen sich die Griechenvon den Lateinern? Hilarius macht es den Ketzern zumVorwurf, daß sie ihn durch ihre Frechheit genöthigt, der Ge-fahr menschlicher Rede das preis zu geben, was man in ehr-erbietiger Seele bewahren sollte. Bald darauf entschuldigt erdringend, daß er wage, neue Benennungen vorzubringen;denn nachdem er die Namen Vater, Sohn und Geist ange-führt, fügt er hinzu, alles was drüber hinaus geforscht wer-de, überschreite die Deutung der Rede, die Fassung des Ge-dankens , den Begriff des Verstandes. An einem andern Ortpreiset er die Bischöfe Galliens glücklich, welche kein anderesBekenntniß weder gefertigt, noch empfangen hätten, noch auchkönnten, als das alte einfache, welches seit der Apostel Zeitbei allen Kirchen gegolten. Dem gleichet die Entschuldigungdes Augustinus, jenes Wort sey durch Noth, weil die mensch-liche Rede solcher wichtigen Sache nicht zu genügen vermöge,erzwungen, nicht um damit die Sache selbst auszudrücken, wiesie ist, sondern um nur nicht zu verschweigen, wie drei sindVater, Sohn und Geist. Und diese Bescheidenheit der heiligenMänner soll uns warnen, nicht sofort diejenigen strenge zurichten, welche nicht ans die von uns gefaßten Worte sthwö-