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bestehend, nicht in der Schrift nach gewiesen werden kann,ein fremdes nennen wollen, so legen sie uns ein hartes Ge-setz ans, wodurch jede Auslegung verworfen wird, die nichtaus Ausdrücken der Schrift -zusammengesetzt ist. Wenn aberdas fremd ist, was vorwitzig erdacht, abergläubisch verthei-digt wird, was mehr zum Zank als zur Erbauung dient, wasungebührlich oder nutzlos gebraucht wird, was durch seineRohheit fromme Ohren beleidigt, was von der Einfalt desWortes Gottes abführt; so gebe ich ihrer Besonnenheit mei-nen herzlichen Beifall. Denn ich achte, daß wir nicht mit ge-ringerer Ehrfurcht von Gott reden als denken müssen, indemalles, was wir über ihn aus uns selbst denken thörigt, undvon ihm reden, eitel ist. Es ist aber ein gewisses Maaß zuhalten; eine sichere Regel des Denkens wie des Redens mußaus der Schrift geschöpft werden, wonach alle Gedanken derSeele und die Worte des Mundes sich fügen müssen. Aberwas verbietet uns, das was in der Schrift unserer Fassungzu schwer und verwickelt ist, in deutlichern Worten zu entwi-ckeln, welche jedoch mit Ehrfurcht und Treue der Wahrheitder Schrift dienen und sparsam und bescheiden, nicht ohneUrsache, gebraucht werden müssen? Hievvn fehlt es nicht anBeispielen. Wenn hingegen Jemand auch da die Neuheit desAusdrucks verwerfen will, wo offenbar die Kirche genöthigtwurde, sich der Worte Dreieinigkeit und Personen zu bedie-nen , muß man bei einem solchen nicht eine Abneigung gegendas Licht der Wahxhcit vermuthen, da er ihre Entwickelungund Verdeutlichung tadelt?
ü. Solcher neuen Benennungen (wofern sie diesen Namenverdienen) bedarf es vorzüglich dann, wenn die Wahrheit ge-gen ihre Feinde, die durch Wiukelzngc ihr zu entgehen suchen,behauptet werden muß. Dies erfahren wir vor allen zu un-serer Zeit, wo die Bekämpfung der Widersacher der reinenund gesunden Lehre unser Hauptgeschäft ist, und diese glattenSchlangen durch mancherlei Krümmungen und Biegungen ent-wischen, wenn sie nicht tapfer gefaßt und zusammengedrücktwerden. So wurden die Alten, in steten Kämpfen mit fal-