scn in sich darstellte) würde nicht mir hart, sondern auch ab-geschmackt seyn. Denn da Gottes Wesen einfach und untheil-bar ist, so würde derjenige, der dasselbe ganz und ungethciltund vollkommen, nicht aber thcilweisc und abgeleitet, in sichenthielt, sehr unschicklich, ja sinnlos dessen Abdruck (ckurumer)genannt werden. Sondern, .weil der Vater, obgleich durchseine Eigenheit verschieden, sich ganz in dem Sohn abgedruckthat, so wird mit vollem Rechte gesagt, er habe seine Personsichtbar in ihm dargestellt. Damit stimmt dernächstfolgende Znsatz: er sey der Glanz seiner Herr-lichkeit. Mit Gewißheit folgern wir also aus des ApostelsWorten, es sey eine besondere Person in dem Vater, welchein dem Sohne wiedcrstrahle. Daraus wird nun leicht dieHypostase des Sohnes hervorgchn, die ihn von dem Vaterunterscheidet. Ebendasselbe Verhältniß indem heiligen Gei-ste; von welchem wir sogleich erweisen werden, sowohl daßer Gott sey, als daß er verschieden vom Vater müsse erkanntwerden. Diese Unterscheidung betrifft aber nicht das Wesen,welches keineswegs zu einem vielfachen gemacht werden darf.Also, wenn wir dem Zeugnisse des Apostels glauben, so fol-get, daß drei Hyp o stase n , od er P ersonc n in Gottsind.
3. Mögen nun die Ketzer widcrbellen oder andere, garzu störrig, das Wort Person als ein menschlich erfundenesverwerfen wollen, wir sehen nicht ein, da sie uns nicht wi-derlegen können, da drei in Gott und jegliches derselbenvöllig Gott und doch nicht mehrere Götter seyen, wa-rum wir nicht solche Worte gebrauchen sollen, welche das-selbe und nichts anders aussagen, als was in der Schriftbezeugt und bestätigt wird. Es wäre besser, sagen sie, nichtblos unsere Gedanken, sondern auch unsere Worte innerhalbder Schranken der Schrift zu halten, als fremde Wörter zuverbreiten, welche Zank und Streit erregen werden. So er-schlafft man in Wortkämpfen; so gehet die Wahrheit unter inZänkereien; so wird die Liebe durch Haß und Streitsucht un-terdrückt. Wenn sie ein Wort, das aus gleichviel Sylben