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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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Häßlichkeit, auch die Erde erfüllt, so will er doch, um unse-ren schwerfälligen Seelen, die zur Erde sich neigen ^ von ih-rer Trägheit zu befreien, uns über die Welt erheben. Daherzerfallt der Manichäer Irrlehre, welche zwei Prinzipienannehmend den Teufel fast Gott gleich gestellt haben. Dashieß Gott die Einheit absprechen, und seine Unermeßlichkeitbeschränken. Der Mißbrauch, den sie von etlichen Zeugnissengemacht haben, bewei et nur ihre schmähliche Unwissenheit, wieilpce Irrlehre selbst ihre fluchwürdige Tollheit. Auch die An-throp oinorp hiten, welche deßhalb einen körperlichenGott sich träumten, weil die Schrift ihm Angesicht, Augen,Ohren, Hände und Füsse oft beilegt, sind leicht widerlegt.Denn wer erkennet nicht, daß Gott also mit uns, wie eineAmme mit den Kindern, kindisch stammle? Solche Redens-arten wollen demnach nicht lehren, was Gott sey, sondernunsere Schwachheit zu seiner Erkenntniß erheben, weßhalb ersich von seiner Erhabenheit tief zu uns herablassen muß.

2. Aber noch in einem andern besondern Merkmale führter uns zu seiner näheren Erkenntniß; denn er bezeichnet sichalso als den Einzigen, daß er in drei Personen sichuns zu erkennen giebt, ohne welche Annahme unrein leerer undwesenloser Gottes - Name ohne wahren Gott in unsern Ge-danken flattert. Damit aber Niemand einen dreifachenGott sich träume oder wähne, das einfache Wesen Got-tes werde durch die drei Personen zerstückelt, müssen wir ei-ne kurze und leichte Bestimmung aufsuchen, die uns gegen je-den Irrthum sichere. Zuerst wollen wir sehen, ob diejenigenRecht haben, welche das Wort Personen, als ein mensch-lich erfundenes, verwerfen. Wenn der Apostel den SohnGottes den Abdruck (Abglanz) der Person des Vaters nennt'),so eignet er ohne Zweifel dem Vater ein Seyn (mibslmeiwi.am) zu, in welchem er verschieden ist von dem Sohne. Dennes für Wesen zu nehmen (wie einige Ausleger, als ob Chri-stus, wie mit dem Siegel bedruckte» Wachs, des Vaters We-

ll Heb. 1, 3.