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jegliche religiöse Verehrung andern außer dein einigen Gotterwiesen, für Frevel zu achten sey. Anfangs erwies der Aber-glaube der Sonqe und andern Gestirnen oder Idolen gött-liche Ehre. Dann folgte der Stolz, welcher Sterbliche mitGottes Beute bekleidete und das Heiligste entweihte, und ob-wohl der Grundsatz der Verehrung des höchsten We-sens bestand, so wurde es doch Sitte und Brauch, Genienund Untergöttern oder verstorbenen Heroen > nach GelüstOpfer zu bringen. So leicht ist der Verfall zu solcher Un-that, die, was Gott sich selbst so ernstlich vorbehalten, einemgroßen Schwärm zutheilt.
Kapitel XIII.
Die Schrift lehret von der Schöpfung an ein einiges Wesen Gottes,welches drei Personen in sich enthält.
Was in der Schrift von dem unermeßlichen und gei-stigen Wesen Gottes gelehrt wird, soll nicht blos den Wahndes gemeinen Sinnes vernichten, sondern auch die Spitzfin-digkeiten einer nnheiligcn Philosophie widerlegen. Einer derAlten dünkte sich weise in seinem Ausspruch: Gott sey al-les, was wir sehen und nicht sehen; und so erdachteer sich eine in alle Theile der Welt ausgegosseue Gottheit.Obwohl nun Gott, um uns in Bescheidenheit zu erhalten,spärlich von seinem Wesen redet, so hat er doch durch jene beidenangeführten Epithete sowohl allen groben Einbildungen, ge-wehrt , als die Vermessenhcit des menschlichen Denkens in ih-re Gränzen verwiesen. Seine Unermeßlichkcit muß unsabschrecken, ihn mit unsern Sinnen erfassen zu wollen, undsein geistiges Wesen verbeut, irgend etwas irdisches und fleisch-liches an ihm zu denken. Darum auch nennt er oft den Hi m -mel seine Wohnung. Denn obgleich er, nach seiner Uner-