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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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Seite
85
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aber wobei es zwiefaches Erstaunen erregt, daß man ihnennicht mit allgemeinem und Holstein Abscheu widersprach. Aberes ist nützlich, diese frevelhafte Tollheit an das Licht zu zie-hen, damit wenigstens dem Bilderdienste der Scheinglanz desAlterthums, worauf die Papisten trotzen, genommen werde.Theodosius , Bischof zu Amorum, spricht den Bannfluch überAlle aus, die der Verehrung der Bilder widerstreben. EinAnderer schreibt alle Unglücksfälle Griechenlands und des Ori-ents dem Verbrechen zu, daß die Bilder nicht angebetet wor-den. Welche Strafen verdienen denn die Propheten, Apostel,Märtyrer, zu deren Zeiten es keine gab? Sie setzen hinzu,wenn dem kaiserlichen Bilde mit Nanchwerk begegnet werde,um wie vielmehr gebühre diese Ehre den Bildern der Heili-gen. Constantius, Bischof zu Constantia auf Cyprns beken-net , daß er den Bildern eben dieselbe Anbetung und Vereh-rung bezeigen werde, welche der lebendigen Dreieinigkeit Hh-bührc; und welcher solchem sich weigern würde, den schlägter mit dem Bann und setzt ihn in eine Reihe mit den Ma-nichäern nnd Marcioniten. Und, daß man rflcht glaube, diessey blos die Meynung eines einzigen, alle stimmen ibmbei. Ja, Johannes, Abgeordneter der Morgenländer, vonseiner Brunst verleitet, behauptet es sey besser . Alle Huren-hauser in die Stadt zu verlegen, als vdn' Bilderdienst abzu-schaffen. Endlich wird cinmnthig beschlossen: die Samaritanerseyen schlimmer als alle Ketzer, schlimmer aber als jene dieBildcrleugncr. Zuletzt, damit dem Schauspiel das Klatschennicht abgehe, wird die Elausel hinzugefügt: Es freuen sichund frohlocken Alle, die Christi Bildniß hal>en und ihm Opferbringen! Wo bleibt nun die Unterscheidung zwischen Dienstund Verehrung, womit sie Gott nnd Menschen zu täuschenmeinten? Denn das Concil giebt ohne Ausnahme den Bil-dern ebensoviel, als dem lebendigen Gott.