das Licht deines Angesichts ist über uns versie-gelt, o Herr! Ein Anderer brachte folgendes Glcichnißvor: Wie die Patriarchen sich der Heidenopfer bedient haben,so müßten die Christen die Bilder der Heiligen statt der Gö-tzen der Heiden gebrauchen. Dahin drehctcn sie auch denAusspruch: Herr ich habe lieb die Ehre deines Hau-ses. Aber vor allen sinnreich ist die Auslegung: Wie wirgehört haben, so haben wir auch gesehen; Gott wür-de also nicht blos durch Anhörung des Worts, sondern auchdurch Anschauen der Bilder erkannt! Dem ähnlich ist derScharfsinn des Bischofs Thcodorus: Wunderbar, sagt er,ist der Herr in seinen Heiligen; und anderswo heißtes: den Heiligen die auf Erden sind: folglich muß dieses auf die Bilder bezogen werden. Kurz, die Abgeschmackthei-ten sind so erbärmlich, daß es mich verdrießt ihrer zu erwähnen.
15. Bei der Frage über die Anbetung wird die AnbetungPharaos, und des Stabes Joseph und des Denksteins, denJakob errichtete, vorgebracht. Und in diesem letztern verdre-hen sie nicht nur den Sinn der Schrift, sondern auch raffenans, was nirgend geschrieben steht. So die Worte: Betetan de n Scheine l se in er Füße; desgleichen: Betet anaus seinem heiligen Berge; ingleicheu: Dein Antlitzwerden anflehen alle Reichen des Volkes —> schei-nen ihnen kräftige und angemessene Beweise. Wollte Jemandzum Spott die Bildervertheidiger in einer lächerlichen Rolledarstellen, könnte er ihnen wohl gröbere Abgeschmacktheiten inden Mund legen? Und damit gar kein Zweifel übrig bliebe,bekräftigt Thcodosius, Bischof zu Mira, die Anbetung derBilder so ernstlich durch die Traume seines Archidiakons, alsob es himmlische Orakel wären. Mögen denn die Beschützerdes Bilderwesens uns mit den Beschlüssen der Synode be-kämpfen ! Als ob nicht jene ehrwürdigen Vater sowohl durchdiese kindische Behandlung als durch schnöde und schändlicheZerreißung der Schrift alles Zutrauen verwürkteu.
16. Jetzt komme ich ans Gottlosigkeiten, wobei man überdie Kühnheit, der es wagte sie auszusprechen, erstaune,! muß,