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geheuer sie an Gottes statt setzen ist bekannt. Und was sieheilige Gemälde und Statuen nennen, sind es nicht Muster-bilder der verderbtesten Ueppigkeit und Schaamlosigkeit! DieDirnen in den Huremviukeln sind schaamhafter und züchtigerbekleidet, als die Bilder in den Tempeln, die Jungfrauendarstellen sollen. Den Märtyrern geben sie keine anständigereGestaltung. Mögen sie also ihre Idole nur vorerst sittsamerdarstellen, damit sie ohne Schande sie für Bücher irgendeiner Heiligkeit ausgeben können. — Aber auch dann werdenwir antworten, dies sey nicht die Weise, an heiliger Stättedas Volk der Gläubigen zu unterrichten, welche Gott ansganz andere Art, als durch solche Possen will unterwiesenhaben. In der Predigt seines Worts und den heiligen Ge-heimnissen hat er Allen die gemeinsame Lehre auszutheilen ge-boten, worauf diejenigen wenig Aufmerksamkeit beweisen wer-den, welche die Augen umher drehen , die Bilder zu beschau-en. Welche nennen denn die Papisten Laien, deren Unwissen-heit blos durch Bilder belehrt werden solle? Doch diejeni-gen, welche der Herr für seine Schüler anerkennt; welche erder Offenbarung seiner himmlischen Philosophie würdigt; wel-che er in den heilsamen Geheimnissen seines Reichs unterrich-tet haben will. Freilich mögen, wie die Sacken stehen, heut-zutage wenige seyn, die solcher Bücher entbehren können. Aberwoher anders diese Unwissenheit, als weil sie der Lehre be-raubt worden, die allein sie zu bilden geeignet war. Und anskeinem andern Grunde haben die Vorsteher der Kirche denIdolen das Lehramt übertragen, als weil sie selbst stummwaren. Paulus bezeugt, daß durch die wahrhafte Predigt desEvangeliums Christus abgemalt und gleichsam vor unsern Au-gen gekreuzigt werde.Wozu also so viele Kreuze in denKirchen, hölzerne, steinerne, silberne, goldene, wenn einfachund treulich gepredigt würde, Christus sey gestorben, um amKreuze unsern Fluch zu tragen, unsere Sünden durch dasOpfer seines Leibes zu sühnen und mit seinem Blute abznwa-
t) Gal. 1.