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so rede, dem dergleichen Anfangsgründe bestimmt waren, istvorüber. Und fürwahr es ist eine Schande, daß die Profan-schriststcller bessere Ausleger des göttlichen Gesetzes sind, alsdie Papisten. Juvenalis wirst den Juden im Spott vor,daß sie leere Wolken und des Himmels Gottheitanbeten. Freilich unwahr und gottlos; aber doch indem ersagt, daß kein Gottesbild bei ihnen sich finde, redet er wah-rer als die Papisten, welche von einem sichtbaren BildnisseGottes schwatzen. Wenn aber in jenem Volke die brennendeBegierde sich Götzen zn schaffen, oft hervorbrach, wie wennWasser aus weiter Mündung plötzlich hervorsprudeln; so wol-len wir vielmehr daraus lernen, wie groß unsere Neigungzur Abgötterei ist, damit wir nicht die Schuld eines allgemei-nen Verderbens auf die Juden schieben, und unter eiteler Lo-ckung der Sünde einen Todesschlaf schlafen. —
ll. Eben dahin deutet der Ausspruch: Die Bilder derHeiden sind Silber und Gold, der Menschenhän-de Werki); indem der Prophet theils aus dem Stoffe fol-gert, daß nickt Götter seyen, deren Bildniß Gold oder Sil-ber ist, theils für zugestanden annimmt, daß alles, was wirnach eigenem Sinne von Gott erdenken, geschmackloses Blend-werk sey. Dadurch daß er lieber Gold und Silber nennt,als Lehm oder Stein will er, daß weder Glanz noch Werthden Götzen Ehre verleihe. Im Allgemeinen schließt er, daßnichts der Wahrheit mehr entgegen sey, als aus irgend einemleblosen Stoff Götter zu bilden. Aber nicht guiuder greift erdie tolle Verwegenheit und den Ucbcrmuth der Menschen an,welche, den flüchtigen Athem jedes Augenblicks anderswoherschöpfend, Gottes Ehre Götzen zu ertheilen wagen. Der Menschmuß sich für ein Geschöpf eines Tages bekennen und doch willer etn Metall, dem er selbst die Göttlichkeit beilegt, für Gottgehalten wissen! Denn woher anders haben die Götzen ihrenUrsprung als aus der Menschen Willkühr. Sehr gegründetist die Spötterei jenes heidnischen Dichters:
1) Ps. 115, 4.