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2. Da Andere diesen Gegenstand weitlauftig. behandelthaben, so mag es genügen, hier nur die Hauptsache zu be-rühren. Ausserdem, wie ich schon angeführt habe, hat auchdas Alter der Schrift nicht wenig Gewicht. Denn was auchgriechische Schriftsteller von den Aegyptischen Theologen sa,beln mögen, so gibt es doch kein Rcligions - Denkmal, wel-ches nicht viel später sey, als Moses Zeitalter. Und auchMoses lehret keinen neuen Gott, sondern was in einer lan-gen Reihe von Jahren die Jsraelilen ans den Händen derBorvater von dem ewigen Gott empfangen hatten, stellet erdar. Denn tbur er etwas anders, als daß er ihnen denBund mit Abraham geschlossen, zurück ruft? Hatte er ihnenUngehöries vorgetragen, so würde er keinen Zugang gefun-den haben. Die Befreiung von der Sclaverei, in welcher siegehalten wurden, mußte ihnen eine bekannte Sache seyn, sodaß ihre Verkündigung sogleich Aller Herzen erhob. Ja esist wahrscheinlich, daß sie auch von der Zahl der Ü00 Jahrebelehrt waren. Wenn also Moses, der selbst soviel älter ist, alsalle andere Schriftsteller, die Ueberlieferung seiner Lehre anseiner so frühen Zeit herleitet, so ergibt sich, wie die heiligeSchrift an Alter vor allen Andern hervorrage.
ll. Man möchte denn etwa den Aegyptcrn glauben wol-len, welche ihr Alter bis zu 6000 Jahren vor Schöpfung derWelt ausdehnen. Aber ihr Geschwätz, das selbst den Profan-schriststeltern zum Spott war, verdient keine Widerlegung.Dahingegen führt Josephns gegen den Appion merkwürdi-ge Zeugnisse aus den ältesten Schriftstellern an, woraus sichschließen läßt, daß nach Uebereinstimmung aller Völker die indem Gesetze bekannt gemachte Lehre seit den äußersten Jahr-hunderten berühmt gewesen ist, obgleich man sie weder gelesennoch genau kennen gelernt hatte. — Daß ferner Boshafte kei-nen Verdacht erregen, und Gottlose keine Gelegenheit zumSpott haben möchten, dieser zweifachen Gefahr begegnete Gottmit den besten Mitteln. Indem Moses erzählt, was beinahe300 Jahre vorher Jakob von seinen Nachkommen in himmli-schem Anhauch ausgesagt hatte , wie adelt er seinen Stamm?
Calvins Inst. 1r. Bd. 4