Druckschrift 
Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
Entstehung
Seite
38
Einzelbild herunterladen
 

38

zeigen, und die geordnete Folge der Tage und Nächte seineHerrlichkeit preise; so redet er sogleich darauf von dem Wor-te Gottes:das Gesetz des Herrn, sagt er, ist ohne Fehl,^,und erquicket die Seele; das Zeugniß des Herrn ist getreu,und giebt den Unmündigen Weisheit; die Gerichte des Herrnsind recht und ^ erfreuen das Herz; die Gebote des Herrnsind hell und erleuchten die Augen," Dadurch deutet er an,daß, da G^'.t alle Volker vergebens durch den Anblick desHimmels und der Erde zu sich einladet, sein Wort die beson-dere Schule seiner Kinder sey. Dahin zielt auch der 29.Psalm, wo der Prophet von der furchtbaren Stimme Gottesredet, welche in Donner, Stürmen, Platzregen und Wetterndie Erde erschüttert, die Berge erzittern macht und die Ce-dcrn zerbricht; am Scbluß aber hinzufügt: sein Lob wür-de in seinem Heiligthum gesungen, weil die Un-gläubigen taub sind gegen aste Stimmen Gottes, wclcbe inder Lust erschallen. So auch schließt er einen andern Psalm,wo er die furchtbaren Wellen des Meeres beschrieben hat, mitden Wort«:: ,,dein Wort ist eine rechte Lebre; Hei-ligkeit ist die Zierde deine 6 Tcmp clö cwiglich ')>"Dabin gebort auch jenes Wort, welches Christus der Sama-piterinn sagte, daß ihr Volk und alle übrigen Völker nichtwüßten, was sie anbeteten, die Juden allein aber denwahren Gott'anbeteten. Denn da der menschliche Verstandwegen seiner Schwäche auf keine andere Weise, als mit Hül-se des göttlichen Wortes zu Gott kommen kann, so mußtenalle andere Menschen, mit Ausnahme der Juden, weil sieGott ohne sein Wort suchten, nothwendig in Wahn und Irr-thum sich befindem

j) SS, s.