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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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zu einer reinen und klaren Gottcserkenntuiß zu gelängen; soist nns doch alle Entschuldigung abgeschnitten, weil der Feh-ler solches Stumpfsinnes in uns selbst liegt. Wir könnennicht Unwissenheit vorschützen, ohne daß selbst unser Gewissennns der Trägheit und der Undankbarkeit zeihe. Das wärewahrlich eine seine Entschuldigung, wenn der Mensch behaup-ten wollte, es fehlten il m die Ohren , eine Wahrheit zu ver-nehmen, welche zu verkünden den stummen Creaturen mehrals hell-tönende Stimmen verliehen sind; wenn er vorwett--den wollte, er könne mit seinen Augen nicht sehen, was oh-ne Augen die Creaturen zeigen; wenn er sich mit der Schwä-che seines Geistes entschuldige» wollte/ wo alle vernunftloseGeschöpfe lehren. Also können wir ans keine Weise entschul-digen , daß wir irre und schweifend das Ziel verfehlen , daalle Dinge uns den rechten Weg zeigen. Indeß, wie sehr esauch dem Menschen als Verschuldung anzurechnen ist, daß erden Samen der Götteserkeusttuiß, der aus dem wundervollenWerke der Nätur ihm zufließt, bald zerstört, so daß er zu kei-ner guten und reinen Frucht gelangt;' so ist demnach wahrund gewiß, daß wir durch das bloße einfache Zeugniß, wel-ches die Creaturen der Ehre Gottes auf herrliche Weise dar-bringest, keineswegs hinlänglich unterrichtet werben- Dennsobald wir ans Betrachtung der Welt einigermaßen ein Ge-fühl der Gottheit erlangt haben, verlassest wir best wahrenGott und errichten statt seiner die Traume nud Gespensterunsers Gehirns, und leiten das Lob der Gerechtigkeit, Weis-heit, Güte und Mächt von der Quelle ab hie und dahin.Seine täglichen Thaten ferster verdunkeln und verkehren wirallo durch unrichtige Schätzung, baß wie jenen ihren Glanz,dem Urheber aber die schuldige Ehre rauben- --a

Calvins Inst. jr. Bd,.