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mung des Alterthums zu folgen, so bleibt nur übrig, daßGott von sich selber vom Himmel herab Zeugniß gebe.—
1ü. Also umsonst strahlen uns in dem Gebäude der Weltso viele brennende Fackeln, die Majestät des Urhebers zu er-leuchten, wenn sie, bei ihren rings uns umgebenden Glänze,an sich uns nicht auf den rechten Weg zu leiten vermögen.Sie erwecken wohl einige Funken; aber diese werden erstickt,ehe sie ein volles Licht geben, Deßhalb fügt der Apostel anderselben Steile, wo er die Welt das Bild der unsicht-baren Dinge nennt, hinzu: nur durch den Glaubenvermerke man, daß Alles durch Gottes Wort fer-tig geworden sey und deutet also an, die unsichtbareGottheit werde zwar dargestellet durch diese sichtbaren Dinge;aber um sie zu erschauen, dazu fehlten uns die Augen, wennsie nicht durch innere Offenbarung Gottes im Glauben er-leuchtet würden. Auch meint Paulus da, wo er sagt, daßGotr ans der Welt Schöpfung ersehen würdet — nicht eineOffenbarung, welche durch Scharfsinn der Menschen erfaßtwerden könne; vielmehr zeigt er, daß sie nicht weiter gehe,als ihm die Entschuldigung zu benehmen. Wenn eben-derselbe au einem Orte sitgt, Gott sey nicht ferne zu suchen,sintemal er in uns wohne H; so lehrt er anderswo, was esmit solcher Nähe für Bewandtnis? habe, wenn er spricht-H:In vorigen Zeiten ließGott dieHciden ihre eige-nen Wege gehen, doch hat er sich ihnen nicht nn-bezengt gelassen, indem er sie seegnete vom Him-mel, ihnen Regen und fruchtbare Zeiten gab, indie Herzen der Menschen erfüllet«: mit Speise undFreude. Wie also auch der Herr sich uicht uubczcugt läßt,indeiü er durch seine reiche und mannigfalstge Güte die Men-schen zu seiner Erkenntniß freundlich einladet: so boren siedennoch nicht ans, ihren Wegen, d. i. ihren verderblichenIrrthümern zu folgen. —
12. Obgleich uns nun die natürliche Fähigkeit fehlt, um
1) Hebe. 11, 3. 2) Rom. 1, 19. 3) Apgsch. 17, 27. 4)ApKsch. 14,16.