dcit im Dunkel verborgen. Die erstere tritt herrlich bcrvor^weitn der Trost der Gottlosen, indeß alle ihn für unüber-windlich halten, in einem Augenblick gestürzt, der Hochmuthgebändigt, die stärksten Festen zerstört, Waffen und Geschoßzertrümmert, ihre Stärke vernichtet, ihre Anschläge vereiteltwerden und so durch eigene Schwere zn Boden fallen. Waskühn sich über den Himmel erhob, wird in den Tiefen derErde versenkt, hinwiederum werden die Niedrigen vom Stau-be, die Armen von Koth erhöhet, der Unterdrückte und Be-kümmerte aus den bängsten Nöthen erweckt, der Verzweifeln-de zu Hoffnung erhoben; Wehrlose erringen den Sieg überBewaffnete, Wenige über Viele, Schwache über Starke. DieWeisheit aber offenbart sich herrlich, indem sie alles auf ge-legene Zeit anordnet, den Scharfblick der Welt zu Schandenmacht , und die Listigen in ihren Listen erhäscht, und alles aufdas beste vertheilet.
9. Also bedarf es keines laugen und mühsamen Suchcns,um Zeugnisse zum einleuchtenden Erweise der göttlichen Maje-stät aufzufinden; denn aus den wenigen, die wir berichtet ha-ben, ergibt sich schon, wie sie überall uns begegnen und indie Augen fallen, also daß inan mit Fingern darauf hinwei-sen könne. Und hier ist abermals zu bemerken, wie wir zneiner Erkenntniß Gottes geführt werden, die nicht aus eitclnEinbildungen gewoben im Gestirn herum flattern, sondern blei-bend und fruchtbringend seyn, und, auf die rechte Weise gefaßt,im Herzen istrc Wurzeln treiben soll. Denn in seinen Wir-kungen offenbart sich der Herr: indem wir nun deren Kräftein uns empfinden und seiner Wohlthaten genießen, so müs-sen wir nothwendig von solcher Erkenntniß viel lebhafter ge-rührt werden, als wenn wir uns Gott bloß einbildeten, ost-ne daß ein Gefühl von ihm zn uns gelangte. Daher erken-nen wir, daß dies der geradeste Weg und die beste Ordnungsey Gott zu suchen: nicht als ob wir mit verwegener Neu-gierde streben müßten in sein inneres Wesen einzudringen,,
ll) Äor. 3, 59.