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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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bald auf furchtbare Weise durch die empörte Gewalt der Stür-me aufregt, bald die Wogen stillet und es besänftigt. Hixhergehören die Lobpreisungen der Allmacht Gottes aus den Zeug-nissen der Natur, vorzüglich im Buche Hivb und beim Jesa-jas, die ich hier mit Fleiß übergehe, weil sie da, wo von derSchöpfung der Welt nach der Schrift die Rede seyn wird,ibren Platz finden werden. Ich wollte jetzt nur darauf hin-deuten , wie die unsrigen und welche draußen sind aus gemein-samen Wege Gott suchen, indem sie die Spuren verfolgen,die dort oben und hicnieden sein lebendiges Bild abschatten.-Seine Allmacht führt uns von selbst zu dein Gedanken seinerEwigkeit, weil derjenige ewig seyn und in steh selbst seinenUrsprung haben muß, von welchem Alles entspringt. Wennwir ferner den Grund aussuchen, warum er einmal alles er-schaffen habe und wodurch er es zu erhalten jetzt bewogenwerde; so werden wir ihn allein in seiner Güte finden. Undwenn dieses die einzige wäre, so müßte sie hinreichend seyn,uns zur Liebe gegen ihn zu reizen; weil, wie der Prophetsagt, keine Kreatur ist, über welche nicht seine Barmherzigkeitsich ergieße. '3

7. 2» der zweiten Art seiner Werke, nämlich derjenigen,die nicht nach dem gewöhnlichen Naturlauf sich ereignen, zei-gen sich nicht minder helle Beweise seiner Vollkommenheiten.Den» in der Regierung der Menschheit beweiset er also seineVorsehung, daß, obwohl er gegen alle übcrschwänglich gütigund wohlthätig ist, doch durch sichere und tägliche Proben denFrommen seine Gnade, den Gottlosen aber seinen Ernst of-fenbart. Denn seine Rache über die Frevel leidet keinen Zwei-fel, gleichwie er sich deutlich als den Beschützer und Rächerder Unschuld beweiset, indem er das Leben der Guten mit sei-nem Segen krönet, ihrer Noth zu Hülfe kommt, ihre Schmer-zen lindert, in Unglück sie tröstet, unterstützet und in allenDingen für ihr Heil sorgt. Daß er aber die Gottlosen undSchuldigen zuweilen für eine Zeitlang ungestraft frohiockcn.

1) Ps. 143, S.