21.
ans andere Weise und anders woher empfangen, was wir be-sitzen ! — Was aber Einige von einer geheimen Beseelung,welche die Welt durchdringe, schwatzen ist nicht blos abge-schmackt, sondern vollends gottlos. Ihnen gefällt Virgilsberühmter Ausspruch:
Erst den Himmel umher , und Land und flüßige Ebnen,
Auch die leuchtende Kugel des Monds, und die Feuer
des Titan
Nährt von innen ein Geist, und ganz die Glieder durch-strömend
Reget Seele das All,. dem großen Leibe vereinigt.
Dorther Menschengeschlecht und Thier' und rasches Ge-flügel
Und so viel Mcerwunder die wogende Tiefe durchtaumclu.
Feurige Lebenskraft ist entflammt und himmlischer Ur-sprung :c. :c,
Nämlich die Welt, welche zur Ehre Gottes erschaffen ist,soll ihr eigener Schöpfer seyn. Auf ähnliche Weise sprichtderselbe Dichter anderswo dieseGriechen und Römern ge-meinsame Deukwcise aus:
— daß in den Bienen ein Theil des göttlich Geistes
Wohn' und ätherischer Hauch. Denn die Gottheit gehe
durch alle
Länder hin, und Räume des Meers und Tiefen des
Himmels.
Schafe daher und Rinder , der Mensch und des Wildes
Geschlechter,
Jedes bei seiner Geburt entschlüpft ihr .Hauche des Lebens.
^ Siehe auch dorthin kehre dereinst, der Verwesung ent-ronnen
I) Am. 6 , 723. 2) Georz. 4 , 220.