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Trank verdauend, einen Theil derselben aussondert, den an-dern in Blut verwandelt und bewirkt, daß alle Glieder mitsolchem Fleiß ihre Pflicht thun, als ob eben soviel Seelennach gemeinsamer Uebcreinkuttft einen Leib regierten.
g. Aber ich habe mit diesen Saukoben nicht ferner zuschaffen. Lieber rechte ich mit denen, welche, in verkehrtenSpitzfindigkeiten befangen, jenen dürren Anssprnch des Ari-stoteles gern dahin drehen möchten, sowohl um die Un-sterblichkeit der Seele zu vernichten, als Gott sein Recht zuentreißen. Denn weil die Kräfte der Seele organisch sind,vereinen sie diese also mit dem Leibe, daß sie ohne ihn nichtbestehen könne, und suchen durch Lobpreisungen der Natur,soviel sie vermögen, GottcS Namen zu unterdrücken. — Aberkeineswegs sind die Kräfte der Seele in den Thätigkeiten diedem Körper dienen, beschlossen. Was hat der Köper damitzu thun, wenn du den Himmel mißest, die Sterne zählest, ei-nes jeden Größe, Entfernung, Lauf und Bahn und die Gra-de ihrer Abweichungen bestimmest? Nach diesem einen Bei-spiel mag man sich mehrere bilden. — Die mannigfaltige Thä-tigkeit der Seele, womit sie Himmel und Erde durchforscht,Vergangenes mit dem Künftigen verbindet, das Längstvcr-nvmmene im Gedächtniß behält, und was sie will sich vorbil-det; die Crfindsamkeit, womit sie unglaubliche Dinge erdenktund bewundernswürdige Dinge erzeuget, sind sichere Merkma-le des Göttlichen in dem Menschen. Selbst im Schlafe ist sieregsam und thätig, erfindet, denket und urtheilt, siehet Zu-künftiges vorher. Muß man nicht daraus folgern, daß diedem Menschen eingeprägten Zeichen der Unsterbliclffcit nichtvertilgt werden können? Wie kann der Mensch göttlich seynund doch den Schöpfer verkennen? Wir sollten mit eigenerUrtheilstrast unterscheiden zwischen Recht und Unrecht, unddoch kein Richter im Himmel seyn? Und selbst im Schlafeein Theil der denkenden Kraft bleiben und kein Gott über derWelt wachen? Wir sollten so vieler Künste und nützlicherDinge Erfinde? seyn, daß Gott seines Ruhmes beraubt wer-die de, da doch Erfahrung nns hinlänglich belehrt, das wie