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noch deutlicher ausdrückt, wenn er sagt, die ErkenntnißGottes sei allen offenbaret, indem sein unsicht-bares Wesen, ja seine ewige Kraft und Gottheitaus der Schöpfung der Welt von allen und je-den ersehen werde. ^)
2; Seine wunderbare Weisheit bezeugen unzählige Be-weise sowohl im Himmel als auf Erden; nicht bloß die Ver-borgeneren , welche die Stern - Arznei - und Naturkunde zu er-forschen streben, sondern solche/ die dem Blick jedes Unwis-senden sich aufdrängen, und jedes offne Aug zum Zeugen auf-rufen. Freilich, welche jene edeln Wissenschaften sich eigengemacht haben, können mit ihrer Hülfe sich viel höher zu Be-trachtung der Geheimnisse göttlicher Weisheit erheben; jedochfinden auch solche, die jener Wissenschaft ermangeln, Stoffgenug in den Werken Gottes, zur Bewunderung des Schö-pfers. Nämlich/ um die Bewegung, Stellung, Bahnen undEntfernung und Eigenschaften der Gestirne zu bestimmen, be-darf es der genauern Kunst und Wissenschaft, durch deren Be-sitz und Anwendung die Größe und Herrlichkeit Gottes deut-licher erkannt, und natürlich auch der Geist höher geho-ben wird. Aber da auch den Ungebildeten und Unwissenden,die nur Augen zum sehen haben, die hohe göttliche Kunst undWeisheit die in dem unzählbaren, so mannigfaltig und weisegeordneten himmlischen Heere hervorleuchtet, nicht verborgenbleiben kann; so giebt es Niemand / dem nicht der Herr feineWeisheit reichlich offenbare. Ebenso erfordert es ausgezeich-neten Scharfsinn, in dem Ban deS menschlichen Körpers, denZnsammenhang, das Ebenmaß / die Schönheit und den Zweckder Theile derselben mit der Kunst eines Galen 6 zu erfor-schen. Aber ein jeder erkennt leicht in dessen weisen Banund Zusammenhang den bewundernswürdigen Schöpfer.
Z. Darum haben vor Alters einige Philosophen nicht mitUnrecht den Menschen eine kleine Welt (Mikrokosmus) ge-nannt, insofern er als ein sonderlicher Beweis der Macht-
i) Rom. 1, ichEÄöins Inst- tr M/