Verkehrtheit; und das wollen jene gnten Leute zum Gesetzmachen. Welche Augen haben, sehen, wie Meere von Uebelnsich über die Erde ergossen und verderbliche Seuchen dieWelt ergriffen haben und wie alles dem Untergang entgegeneilt, so daß nichts übrig bleibt, als entweder an dem Zu-stande der Menschheit zu verzweifeln, oder Hand an dasWerk zu legen und mit Gewalt dem Unheil zu steuern. DieAbhülfe verweigert man aus keinem andern Grunde, weilwir längst der Uebel gewohnt worden sind. Mag indeß derIrrthum in dem menschlichen Gemeinwesen seinen Platz behal-ten; in dem Reiche Gottes muß allein seine ewige Wabr-beit gehört und erkannt werden, die durch keine Reihe vonJahren, kein Herkommen noch Verbündung verjähren kann.Sv lehrte einst Jesaias die Anserwählten Gottes, sie soll-ten nicht reden von Bund in Allem wo das Volk von nichtsredete, denn vom BundJ; das heißt, sie sollten nicht demim Bösen einstimmigen Volke zustimmen, nicht sich alsofürchten, wie sie thun, nicht sich grauen lassen, wie sie,sondern den Herrn der Heerschaaren, heiligen und ihnlassen ihre Furcht und ihr Schrecken seyn. Mögen sie alsoimmerhin uns die vergangenen Jahrhundertc und die Bei-spiele der Gegenwart vorhalten; heiligen wir den HerrnZebaoth, so werden wir uns nicht schrecken lassen. Wennviele Jahrhunderte sich zu gleicher Gottlosigkeit verbündethaben, so ist der Herr ein starker Gott, um an dem drit-ten und vierten Geschlechte Rache zu nehmen; oder mag dieganze Welt zu gleichem Verderben sich vereinen, er hat durchdie That erwiesen, welches das Ende derer sey, die mit derMenge sündigen, als er das ganze Menschengeschlecht durchdie Fluth verderbte , und nur den Noah mit seiner kleinenFamilie errettete, welcher durch seinen Glauben die ganzeWelt verdammtes) Kurz ein verkehrtes Herkommen gleichteiner allgemeinen Pest, in welcher diejenigen, welche mitder Menge sterben, nicht minder umkommen. Dazu sollteman bedenken, was Cyprian sagt, nämlich daß die, welcheans Unwissenheit sündigen, obwohl nicht frei von allerSchuld, doch in einiger Weise zu entschuldigen scheinen kön-nen, diejenigen aber, welche die ihnen durch Gottes Gütedargebotene Wahrheit hartnäckig verwerfen, keinen Anspruchauf Entschuldigung habend)>
Umsonst suchen sie uns mit ihrem Dilemma in die Engezu treiben, womit sie uns zu dem Eingeständniß zu zwin-gen vermeinen, daß entweder die Kirche eine Zeitlang cr-siorbcn gewesen seyn müsse, oder daß wir jetzt einen Streit
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