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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
Entstehung
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ten diejenigen das Maaß, welche erdichten, daß nach Her«sagung der Einsetzungsworte des Herrn, die Substanz desBrodes und Weines aufhöre und in Leib und Blut verwan-delt werde. Vater waren es, die der gesummten Kirche nurEin Abcndmal darreichten und, so wie sie die Lasterhaftenund Ruchlosen davon ausschlössen, alle Andere, die obwohlgegenwärtig, nichtdaran Theil nahmen, ernstlich bestraften.')Wie weit haben sie diese Gränzen verrückt, wenn sie nichtnur die Kirchen, sondern auch Privatwohnungen mit ihrenMessen erfüllen, jedermann, der da will, am liebsten die-jenigen, welche theuer bezahlen, zulassen, mögen sie übri-gens noch so unrein und ruchlos seyn, dagegen aber zumGlauben an Christum und zum würdigen Genuß des heili-gen Sacramentcs Niemand crmahnen, vielmehr ihr Werkan die Stelle der Gnade und des Verdienstes Christi setzen.Zween Väter waren es, wovon der Eine diejenigen, welchemit der Theilnahme an einer Gestalt zufrieden sich der an-dern enthielten, gänzlich^von dem Genuß des heil. Abend-mahls ausgeschlossen wissen wollte, der Andere aber kräftigdafür streitet, daß dem christlichen Volke das Blut seinesHerrn, für dessen Bekenntniß es selbst sein Blut zu Vergüs-sen aufgefordert wird, nicht versagt werden müsset) Auchdiese Gränzen haben sie zerstört, indem sie eben dasjenigezu einem unverbrüchlichen Gesetz gemacht haben, was derEine mit dem Bann bestrafte, und der Andere mit kräfti-gem Grunde verwarf. Einer der Väter war es, der esfür Vermessenheit erklärte, über eine dunkle Sache auf dieeine oder andere Weise Bestimmungen festzusetzen, ohne aus-drückliche und klare Zeugnisse der heiligen Schrift/) DieseGränze ließen sie außer Acht, als sie eine solche Menge vonVerordnungen, Canons und Grundbestimmungen, ohne ir-gend ein Wort Gottes, beschlossen. Einer der Väter wares, der dem Montanus außer andern Ketzereien es zumVorwurf machte, daß er zuerst den Christen Fastengesetzeauferlegt habe/) Auch über diese Gränze sind sie weit hin-ausgegangen , indem sie mit den strengsten Gesetzen das Fa-sten verordnet haben. Einer der Väter war es, welcherbehauptete, daß den Dienern der Kirche die Ehe nicht un-tersagt, sondern Keuschheit und die eheliche Verbindung mitihrem eigenen Weibe geboten werden müsse, und Väter wa-ren es, die seiner Meinung bestimmten/) Diese Gränzen

1) (llir^sosr, in I. IZpb. <2.il. cr. <le (üanc. ilick. 2.

2) Kebis. can. Lomj,ei'imu5 Lons. clic. 2. epi-

1. cle Lspsa, 3t ituAiistin, I. 2. cls pecc. I11ÜI-, >7. Iilr., 4)

Ion. c!s <z. Lccl. I>i»l, I. V. s- 12. q) tich. Iiisr. I. II.

c. 14.