nen, unverrückt erhalten wollen, warum überschreiten siediese selbst so muthwillig, so oft es ihnen beliebt? Väterwaren es, wovon der Eine sagte, unser Gott esse undtrinke nicht, bedürfe also auch weder der Kelche noch Schüs-seln; der Andere, die Sakramente bedürften des Goldes undSilbers nicht, und was mit Gold nicht erkauft werde, könneauch durch Gold nicht gefallen.') Sie überschreiten folglichdie Gränzen, wenn sie bei ihren Gottesdiensten sich so sehrin ihrem Golde, Silber, Elfenbein, Marmor, Edelsteinenund Seidenstoffen gefallen, und glauben, Gott könne nichtrecht verehrt werden, wenn nicht alles von höchstem Glanzoder vielmehr unsinniger Verschwendung übcrflöße. Einerder Väter war es, welcher sagte, deßhalb esse er freimüthigFleisch an solchen Tagen, wo die klebrigen sich dessen ent-halten, weil er ein Christ sey/) Also überspringen sie dieGränzen, wenn sie eine Seele mit dem Bann verfluchen,welche während der Fastenzeit Fleisch gekostet. Väter wa-ren es, deren Einer sagte, daß ein Mönch, der nicht mftseinen Händen arbeitet, einem Tagediebe oder Räuber müsseglcichgeachtct werden; und der Andere, es gezieme den Mön-chen nicht, von fremdem Gute zu leben, wie fleißig sie auchmit Betrachtungen, Gebeten und Studien sich beschäftigten/)Auch diese Gränzen haben sie überschritten, indem sie diedicken müßigen Pfaffenbäuche in die Garküchen und Huren-häuser der Klöster gesetzt haben, um von fremder Habe sich zumästen. Einer der Väter war es, der es für einen Greuelerklärte, Bilder Christi oder der Heiligen in den Tempelnder Christen zu erblicken. Und nicht bloß von Einemwurde dieses ausgesprochen, sondern von einer Kirchenver-sammlung verordnet, daß, was man anbete, nicht auf dieWände gemalt werden sollte/) Wie weit haben sie sich vondiesen Gränzen entfernt, da sie auch keinen Winkel leer las-sen von Bildern. Ein anderer der Väter hat gerathen, wennman die Pflicht der Menschlichkeit an den Verstorbenen durchBeerdigung vollbracht habe, solle man sie ruhen lassen/)Diese Gränzen durchbrechen sie, wenn sie fortwährende Sorg-falt um die Todten verlangen. Einer der Väter war es,welcher bezeugt, daß die Substanz des Brodes und Weinesim Abendmahl so bleibe und nicht aufhöre, gleich wie diemenschliche Substanz und Natur, verbunden mit der gött-lichen, in Christo dem Herrn bleibt/) Folglich übcrschrci-
1) ^cauns tripei-r. llise. (?. XI. c. lg. .Ambras. <ls oll. -I. II. c, 23.2) L^ririllinn. »6p. liisr. L. I. o. 10. 3) ll'i'ip. llisr. L. VIII. c-1. Xu-usr. <Ia oz,. mou c. 17. -s) tip. ak> Ilicrnn^ni.
vvi-s. — Loneil. Llebert. c. 36. ö) .Imbros. 6. I. 7.
6) t-rliiz. in Lose. Korn.