als daS Wort GotteS, welches sich selbst cm zweischnei-dig Schwerdt nennt, daS Geklirr und Geklapper irdi-scher Schwerdter und Stangen, obwohl sie jeneS zurLosung und Feldgeschrei' machen, zu verantworten hat.Zuweilen ist auch das Schwerdt und der Kampf besser,als der Schlaf und das Geschrei: Friede, Friede! undist kem Friede. — Uebrigens war Johannes Calvinusein Mensch, menschlich — von dem Erwachen und Kampfseiner bewegten Zeit, aber vielmehr noch göttlich — vondem, was höher ist denn alle Heit, ergriffen. Wie erselbst, von Christo ergriffen, Christum ergriffen habe undimmer mehr ergreifen möchte, das stellet er in seinemWerke dar mit menschlichen Worten, aber als ein Mei-ster und gewaltig in der Rede. Dabei wollte er nichtfür einen Apostel gelten, sondern, gleich unserer Kirche,keinen andern Grund erkennend, als den, der gelegt ist,auf diesen und auf das Zeugniß der Apostel und Pro-pheten zurückführen. Darnach allein möge und mußer geistlich gerichtet werden. Möge man ihn und seinWerk menschlicher Mängel und Schwachheiten zeihen, dieer nicht unterlassen hat, an sich selber zu richten; mögeman ihm, wie oft geschehen, zu weit getriebene Dialektikund Scholastik, Ueberschätzung des Augustinus, Kühn-heit in Erforschung des Unekforschlichen und Bestimmungdes Unbestimmbaren, verzehrenden Eifer um das Haus
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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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