Vorrede des Uebersetzers.
besondere Veranlassungen bestimmten mich, als ichvor etlichen Jahren mich eben mit dem Studium desvorliegenden Werkes beschäftigte, eine von mir ver-langte Uebersetzung desselben zu übernehmen. Hier istder erste Band. Man wird sich hie und da wundern,daß der alte Kirchenvater nach drei Jahrhunderten aber-mals, und zwar in deutschem Gewände, auftritt.' Fürsolche ist Calvin nicht, weder im Original noch in derUebersetzung; eben so wenig, als etwa ein Oratoriumvon Palestrina oder Pergolese denen zusagen kann, diedes Gehörs und Sinns für die höhere Tonkunst und denKirchenstyl entbehren. Andere haben sogar schon zumvoraus befürchtet, durch Berteutschung Calvins möchteneuer Streit in der Kirche geweckt werden. Sollte dießwirklich geschehen, so kann weder auf Calvin noch aufdessen Uebersetzung die Schuld fallen; eben so wenig,