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2 (1911)
Entstehung
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97
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In der Jülich er Gegend.

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„wie könnte Gott vergeben mir,

wie", stöhnt er, „dn, des Leben hier

soeben ich gefährdet?

Dein Geld nnd Gnt ivar mein Gelüst,

Mein Ziel, als ich in arger List

Als Boten mich gebcrdet,

Der schleunig dich zum Aranken rief;

Ich wußte, wer ,ni Hause schlief,

Euch fort, und ungehindert

Hütt' ich das Haus geplündert."

„Sohnl" sprach der Pfarrer, „beichte fortl"Und zum Begleiter scholl sein Wort:„verschwiegen ruf' in EileDen Vrzt, zu lindern seinen Schmerz,Indes ich hier, will's Gott, sein Herzvon Sündenkrankheit heile. —

Verirrterl ich verzeih' dir gern,

Und Gott gedenke, wie vom HerrnDem Schacher ward vergeben —winkt dir zum ew'gen Leben."

Des Pfarrers wort nnd Edelmut

Lockt aus des Sünders Blick die Flut

Der tränen heißer Reue.

Er beichtet seine Silndenschuld,

verkündigt ward ihm Gottes Huld,

Und nach erlangter weihe

ward ihm gereicht der Leib des Herrn.

Da sinkt — schon naht der Vrzt von fern —

Er seufzend i „Gott erbarme!"

U.ot in des Pfarrers Vrme.

Begraben ward am selben GrtDie Leiche. (Ufr noch sah man dortDen Pfarrer betend knieen.

Als Denkmal der BegebenheitHat diesen Bit ein Arenz geweiht,wo beim vorüberziehenVn jenes Pfarrers Edelmut,

Und wie der Himmel weis' nnd gutDes Menschen Pfade lenket,

Der Wandrer gedenket.

p- I- Fisch dach.