Druckschrift 
2 (1911)
Entstehung
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In der Jülich er Gegend.

Rasch eilt ihr Faß zum Dorf hinausMs Hütt' er kvmdesfiügel;

Fort ging es über Stein und DornDer Eisenhütte hohem SchornEntzprühte wild Gefunkel,

Sonst herrschte tiefes Dnnkel,

Kein Meuschenlaut ans weiter Flnr —Des Hammers Schläge hallten nurDen ll.akt ins dumpfe BrausenDer Roergewässer, deren SchallAm Hüttenwerk in jähem FallDie Räder wälzt mit Sansen.

Die Eule krächzte kvarngeschre,,Dem Sakristan ward angst dabei.

Doch führte er verstohlenIm Mantel zwei Pistolen.

Der Pfarrer sah und hörte nichts.Gedenk des Himmels Strafgerichts,Gedenk des Heils der EhrislenBat er den Herrn, er möge dochBis nach empfang'ncm Heile nochDes Kranken Leben fristen.

Und was der Dritte hier gedacht,Das hat er bald auch kund gemacht,Bls sie die Schlucht erreichenUmheget von Gesträuchen.

Er sieht sich um, dann greifet raschEr zwei Pistolen aus der Tasch'.Ein Schuß — der Pfarrer blutet.

Doch eh' zum Sakristan gewandtDas Mordgewehr der andern Hand,Hat dieser unvermutetSchon losgedrückt; getroffen schießtDer Räuber fehl, in Strömen fließtDas Blut aus seiner Munde,

Er sinkt und flucht der Stunde.

von einem Streifschuß nur verletztSprach sanft der Pfarrerl Bete jetzt,Nicht fluche dieser Stunde!

Für dich ist sie an Gnaden reich,Bus, beichte deine Sünden gleich,Eh' deine Zeel' zu Grunde!

Für dich beschickst du unbewußtHierhin mich, schlag an deine Brust,Bereuend deine Sünden;

Du wirst Vergeltung finden."