In der Jülich er Gegend. 3Z
Nach dem beigefügten Sprüchlein:
Irinnen sei ein Rreuzesspänchen,
Und verwundert steht der Gras da,
Meinet kindlich, sinkt zur Erde:
Heiland, Gottsohnl sei gelobet!
Hohe Frau, dies ist dasselbeAästleiir, das im Smrn, verschwunden,
Bus den Wellen hat's gerettet,
Halls gereichet euch ern Engel!
Christ! dein Name sei gelobet! —
Und man eilet nach der Pforte,
Zu erkunden, ob der JünglingDort noch weile; weageschwundenWar er plötzlich, wunderjeltsam;
So die Pförtnerin erzählet, —
Sieh', und auf derselben StelleSproßt nn» eine Lilie blendend,
Trug ein Kreuz im goldnen Reiche!
Dr. Wilhelm Smets
Der Pfarrer von Lendersdorf.
(„Der Niedcrrhcin" 1878 Nr. 19.)In einem Tal im Dürener Gau,
Wo sich die ebene grüne AnAir Rebenhügel schließet,
Ivo aus Geklüft wild schäumt die Roer,Und bald betretend lichtre SpurGewcrke treibend fließetWo Eisenstein im Bfen kocht,
Und Tag und Nacht der Hamnrcr pochtMit riesigem Gewichte,
Geschah, was ich berichte.
Um Mitternacht erscheint ein MannUlm Tor des Pfarrers, klopfet anUnd sprach: ,,on TodesnötenBegehrt mein kranker Nachbar dich."NIsbald erhebt der Pfarrer sichUnd unter StoßgebetenWirft er das Pricsterklcid sich nurUnd eilt mit dem LiboriumZum Tor; die Hand arrr SchlosseStand schon jein Hausgenosse
Es war ein wackrer Sakristan,Nls öffnend sie dem Boten nah»,
Sprach dieser: ,,Ueber'nr HügelLiegt meines kranken Nachbars Haus,"