In der Iiilicher Gegend.
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Na, „Landsmann I" sprach der Alte, „nicht wahr, ich halte Wort,Die schwarze Mähre bringt dich alsbald nach Jülich fort.
Her, trink' einmal! — Kourage! und bist du ans dein Ritt,
Nenn' nur, ich warn' als Freund dich, nenn' einen Namen nitt!
Ts gibt ein Wort — verstehst du? — das meine Mutter oftAussprach, befiel ein Schrecken sie plötzlich unverhofft,
Das wag' nur nicht zu nennen, ist dir dein Leben lieb,
Dagegen fluch' und teuf'Ie, fluch' wie ein Galgendieb!"
Noch eine» Schluck! jetzt sitzet der Iül'cher aus dem Bock„Sn Teufels Namen trag' mich wohl über Stein und StockNach Jülich, nach der lieben, ersehnteil Vaterstadt."
So sprach er, als die Hörner des Bocks gefaßt er hat.
Hui! Da fahrt behende der Bock mit ihm empor,
Aus seinen zott'gen Haaren sprüh'» Funken hell hervor.
Tin langer Feuerstreifen bezeichnete den Zug,
Den Bogen, den am Himmel er bildete im Flug.
Mail las in mancher Zeitung, in Jena namentlich:
„Am nächt'gen Himmel zeigte ein feur'ger Drachen sich." —„Sil Teufels Namen weiter!" so scholl es durch die Nacht,And Stunden in Sekunden so wurden abgemacht.
Auf einmal geht's der Tiefe in jähem Ritte zu.
„Herr Sesus!" schreit der Reuter, da wirft der Bock im Nu
Kopf über ihn, er stürzet in einen Busch hinein;
Hier lag er zwar noch lebend, doch mit gebroch'nem Bein.
Und als der Morgen graute, da hört er Peitschenknall,
„Zu Hülfe!" ruft erflehend, und seiner Stimme Schallvernahm ein braver Bauer, der dort des Weges fuhr,
Tr läßt de» Rarren stehen und folgt der Stimme Spur;
Tr suchet im Gebüsche und findet ihn gar bald.
„Wo bin ich?" fcug ihn dieser. „Du bist im Iül'cherw ald,"Gab jener ihm zur Antwort; und als er dieses sprach,verklärte sich das Antlitz des, der am Boden lag.
„V lieber Mann! so fahre," sprach er, „nach Jülich michZum Vaterhaus, nach dem ja mein Herz längst sehnte sich!"Der brave Bauer trug ihn alsbald zum Busch hinausUnd fahr auf seinem Karren ihn hin zum Vaterhaus.
Wie er hier ward empfangen, der Tlteru Leid und Freud,
Uiid wie sie ihn gepflegt, ob ihn der Ritt gereut,
Dies Weitere erzählet die Iül'cher Thronik nicht,
Drum nimmt von Dir, o Leser, hier Abschied das Gedicht
P. Joseph Fischbach.