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In der Jülich er Gegend.
Der erste Stoß des Spaniers war gar nicht reitenswert:
Fuhr mit der Lanz zu nieder, erstach Herrn Nitens Pferd.„Li, Spanier, was war dir von meinem Roß gescheht!?
Mar ich zu hoch gesessen, zu Fuß will ich dir stehn."„Ach! mein Herr Rat von Birgel, laß drinnen zorn'gen Amt,Will dir das Roß bezahlen, ich Hab viel Geld und Gut."
„Li wisse, spanscher Ritter, es ist nicht um das Roß,
Ich Hab noch vierundzwanzig auf meiner Streu im Schloß."
Bis nun Herr Nit von Birgel bestieg ein ander Pferd,
Lr traf den Spanier tapfer und stürzt' ihn auf die Lrd.
Der Spanier, der so übel zu Boden war gebracht,
Wollt keinen Kampf mehr halten mit Jülcher Ritterschaft.
Die Herren zu Rate gingen: da währt der Rat nicht laug:Man gab Herrn Rat die Lhre, dem Spanier schlechten Dank.Da banden sie dem Spanier das Kleinod von dem Hut,
Herrn Nit damit zu zieren, den Helden wohlgemut.
Herrn Nit ward das gegeben, weil er sein Best getan,Den Preis im Kampf gewonnen bei Düren auf dem Plan.
Der Spanier bat die Herren, ihm das nicht nachzuschreiben:Der preis und auch das Kränzlein sollt den von Jülich bleiben.Run höre, was ich sage und merks ein ander Mal:
Ueberhebe dich nicht minder, Hoffart kommt vor dem Fall.
Karl S imrock.
II.
?t. Jrninndus.
Mündt bei Jülich(„Riederrh. Geschichtsfreund", 1380, Rr. 11.)Rus dem Fürstenstainin entsprossen,Zog Irmund unerkanntFern von Litern und GenossenBus dem Fraukenland.
Hier gehüllt nach BüßerweiseIn ein rauhes Fell,
Maren Murzeln seine SpeiseUnd ein Trunk der (puell.
Rlle Lrdenlust verachtend,
Feind der Weichlichkeit,
Rur nach ew'gen Dingen trachtend,
Kämpft er harten Streit;
Siegte über die Begierde,
lieber Snineszwang,
Zu der Tugend heil'gcn Zierde
Strahlend er sich schwang.