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2 (1911)
Entstehung
Seite
89
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In der Jülich er Gegend.

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Hütend froh der Schäflein Herde

Uns dem Weidenplan,

Hob sein Geist von dieser Erde

Froh sich himmelan.

Drum im Volke man vor allen

Seinen Wandel pries;

Auch des Himmels Wohlgefallen

Bald sich ihm bewies.

Zu des Landes bösen PlagenTraf einst Dürre ein;

In des Uugnst schwülen TagenWelkten Flur und Hain;

Brunn' und Weiher lagen trocken,

Staubig Wald und Nu',

Bach und (ZZuelle sah man stocken,

Regen floh und Tau.

Glühend dampfte rings die Erde,

Rings ein drohend Grab,lind vergeblich lechzt die HerdeNach der Kühlung Lab'.

Da erhob Irmund die HändeGläubig zum Gebet;

Dieser Not der Dürre Lude,

Er von Gott erfleht.

Sieh! Er stößt mit seinem StabeIn den staub'gen Uloor;

Und es quillt die Himmelsgabe,

Hell ein Born empor;

Wilde rauscht ein kühler RegenBus die dürre Flur,

Herrlich waltet Gottes SegenNeu durch die Natur.

Ulso hat der fromme GlaubeSich so schön bewährt,

Da Irmund aus dem StaubeEinen tpuell begehrt.

Und der (lZuell noch sprudelt heute,

Strömet fort und fort.

Täglich pilgern fromme LeuteZu dem Gnadcnort.

Dieser hl. Mmundus wird nicht in der Pfarrkirche zuMündt (Pfarrpatron ist St. Urban), sondern in der Kapelle(im volksmnnde „Um Hähnchen" genannt) in der Blähe des„Hahner-Hofes" bei Mündt verehrt.

Bei dieser Kapelle befindet sich auch die genannte Srmundus-tZZuelle oder das „St. Imnundus-Pützchen".