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11 n den Ufern des Rheines.
Graf Adolf rief's, der Lange, ein tatenstolzcr Ulann,
Drob von Margrctas Wange die Tränenguclle rann:
„Nur heute bleib dahcime!" die zarte Gattin bat;
Der Ahnung bangste Träume begleiten deinen Pfad!
Es krächzten Lahn' und Eule hent nacht so laut vom Turm,Die Rüden hört man heulen durch Wetternacht und SturmiDas Irrlicht sah am Uloore so bleich wie Sterbensnot,Die Dommel rief im Thore so grausig Tod und Tod!"
„„Laß Dommeln nur und Eulen und Wetterfahnen krähn,Laß nur die Rüden heulen und Todesflammen wehn:Der Waffen Hellem Blitze das Ungetüm entfleucht,
Mein Horn zu finsterm Sitze die Unglücksvögel scheucht!""
„Ulein Adolf von den Bergen, ol bleibe doch nur heut!UUr träumt von off'neu Särgen und dumpfem Grabgcläut!Mir träumt von schwarzen Rabe», von rotem Herzblntstrom,Ich sah dich bleich begraben im Altenberger Doml"
„„Sollt ich vor Träumen zittern, die eitel, ohne Macht?Sie dürfen nicht erschüttern des Mutes hehre Pracht!
Der Traum erschreckt nnr Memmen, sie fliehn wie er den Tag;Mich wird er nimmer hemmen, es komme, was da mag!""
Da bringen schon die Knappen das Kleid aus hartem Stahl,Die blanken Ritterwappen durchblitzen hell den Saal:
Freunden will ich reiten, zum Ritterspicl gen Neuß;
Dort gilt kein t>.odcsstreiten, dort gilt bloß Dank und Preis.""
„V bau ans seichte Treue verbriefter Freundschaft nicht,
Der alte Haß aufs neue oft Wort und Siegel bricht!
Mir träumt von falschen Eiden, von bösem Zwietrachtfpiel —G lasse heut das Reiten, mein Traum er sagt zuviel!"
Und während sie's gesprochen, ist an der PfeilerwandDer feste Stein gebrochen, drauf Heinrichs Büste stand.
Das Bild von Adolfs Vater, dumpf dröhnend stürzt's hinab,
Doch zu den Trümmern trat er: „„Das Alter grub sein Grab!""
Und schon die Helmbnschzicrdc des Grafen Haupt umweht.
Doch unter Trauerbürdc Frau Margareta fleht.
Als er zum letzten Male sie küßt in heitern» Scherz,
Kuckt auf dem kalten Stahle ihr ahnungsvolles Herz.
Schon stampften mnt'ge Rappen, fort traben Graf und Roß.Der Morgensaug der Knappen verhallt hinauf zum Schloß:Wie wallt im Lenz so freudig der Helden Geist und Leib!
Doch Ahnung, trüb und leidig, sie bleibt daheim dem Weib.
Die blut'ge Abendröte umzog das Rhcingcstad,
Als Gräfin Margareta auf luft'ge Zinne trat;von Bcnsberg hohem Schlosse blickt sie hinab zum Rhein:Wer mag im Kuappcntrosse der wunde Ritter sein?