In der Gladbacher Gegend.
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Doch, wo aus der falschen Flut
Er ein Leben auch errette —
Dankbarkeit nnd Vpfermnt
weihn ihm eine Lhrenstätte.
Auch bei Anrath steht sein Bild
Dicht am Wasser ausgerichtet
lsier ward ein Gelnbd' erfüllt,
wie der Volksmund treu berichtet:
Der beschützet ward als Kind
Durch den lseil'gen vor den Mellen —
Als er Mann ward, — srommgesinnt
lhieß das Bild er hinzustellen.
Linst vor vieler Jahre Frist
Schritten Nachbarn hier zum Flecken,
Das ein Knäblein werde Christ
Bei des Taufsteins heil'gcm Becken.
Als der hohe Akt vollbracht,
Zecht man froh nach deutscher weise —
Zieht man heimwärts; — teure Fracht
Trägt man heim in Freundeskreise.
wer des Guten hob zu viel,
ihat den Leichtsinn schwer zu büßen;
wankend schreiten sie zum Ziel,
wo des Flenthbachs Wellen fließen.
Schmale Brücken trägt der Bach;
welch' ein Klimmen, welch' ein waten!
Lautes Jammer», „weh" und ,,Ach"
lhilft hinüber Bas' und Paten.
Auf des andern Ufers Rand
Festen Fußes steh» vie Zecher;
Bald führt sie der Freundschaft ksand
Unter heimatliche Dächer.
Jauchzend treten sie ins ksaus,
wo die Niers ein Mühlrad wendet;'"')
lhöret, wie nach Sans und Braus
Nun die Feier tragisch endet:
Als der Vater freudenreich
Umschaut nach dem jungen Christen -
Alle staunen, schreckensbleich,
Da den Täufling sie vermißten:
Aus der Decken bunter Zier
khat Wehmutter ihn verloren.
,,weh'! welch' Unheil haben wir
Schuld'gc heut heraufbeschworen!"
D wo an Häusern, in ^tischen:c. ein taepomuckbild angetroffen wird, kann manfast mit Bestimmtheit annehmen, daß hier früher ein Gewässer vorbcifloff sollte sichdasselbe auch jetzt verloren haben.
Der Sage geniäs; war der Täufling ein Sohn des „Bonseis" Müllers ans der